HOME

Astronomie: Planet mit Hitzewallungen

Bei uns gibt es die ständige Diskussion um Klimaveränderungen und die globale Erwärmung um ein paar Grad. Astronomen erhielten nun einen Wetterbericht von einem 200 Lichtjahre entfernten Planeten, der sich innerhalb weniger Stunden sogar um mehrere hundert Grad erwärmt.

Von all den unbewohnbaren Planeten im Weltraum ist der HD80606b der wohl ungastlichste: Der Himmelskörper heizt sich innerhalb von nur sechs Stunden um mehr als 700 Grad Celsius auf. Dies geht aus einer Studie von amerikanischen Wissenschaftlern hervor.

HD80606b hat eine Masse, die etwa der vierfachen des Jupiters entspricht und umrundet seinen Stern in ungefähr 111 Tagen. Gewöhnlich herrschen auf dem Planeten etwa 526 Grad Celsius. Der Planet folgt einem ausgesprochen exzentrischen Orbit. Das heißt, er ist von seiner Sonne in regelmäßigen Abständen weit entfernt, dann wieder sehr nah. Zweitweise ist er näher an seinem Zentralgestirn als der Merkur an unserer Sonne. Dann wird aus dem Planeten innerhalb von nur sechs Stunden ein "brodelnder Sturm" von 1226 Grad Celsius, wie Gregory Laughlin vom Lick Observatorium der Universität von Kalifornien erklärt. Die Strahlung ist zu diesem Zeitpunkt 825 Mal stärker als im Moment der größten Entfernung vom Zentralgestirn.

Auf Grund der starken Aufheizung der Atmosphäre treten auf der Sonnenseite von HD80606b starke Winde auf, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu fünf Kilometern pro Sekunde, die erst wieder geringer werden, wenn sich der Himmelskörper von seinem Stern entfernt. Mit Hilfe des Spitzer-Teleskops der Nasa konnten diese Wetterveränderungen auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erstmals in Echtzeit gemacht werden, wie das Wissenschaftsmagazin "Nature" berichtet.

"In einer Galaxie unbewohnbarer Planeten sticht dieser als absolut lebensfeindlich heraus", sagt Laughlin. Genauso schnell entfernt sich der Planet jedoch wieder von der Sonne und gibt die Hitze an das kalte Weltall ab. Er glüht noch einmal kirschrot auf, dann fällt die Temperatur wieder. "Das ist wirklich ein merkwürdiger Planet, auf dem die Temperaturen zwischen höllisch und super-höllisch schwanken", sagt der Astronom Alan Boss. "Dieser Ort lässt die Venus wie einen netten Platz zum Leben aussehen, und das will etwas heißen."

AP/wal / AP
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.