HOME

Größter Vollmond des Jahres: Deutschland wartet auf den Supermond

Am Sonntag steht der Mond in Erdnähe und erscheint riesig und leuchtend. In diesem Jahr gehört aber viel Glück dazu, ihn und den Sternschnuppenregen der Perseiden verfolgen zu können.

Am Sonntag ist der Mond riesengroß

Am Sonntag ist der Mond riesengroß

Der Sternschnuppenregen der Perseiden wird diesmal über Deutschland nur mit viel Glück gut zu sehen sein. Nicht nur Wolken stören die Sicht in den Nachthimmel, sondern es wird auch zu hell für die winzigen, schnellen Lichtblitze: Am Sonntag ist Vollmond. "Die Perseiden werden nicht in voller Schönheit zu sehen sein", sagte Sabine Frank vom Sternenpark Rhön.

Schon vor Sonnenuntergang (20.45 Uhr) werde der Mond im Osten aufgehen (20.15 Uhr) und noch eine Besonderheit aufweisen, berichtet die Vereinigung der Sternfreunde. Es werde der größte Vollmond des Jahres, weil er dann in Erdnähe stehe und scheinbar zehn Prozent größer sei als in mittlerer Entfernung. Wegen des Mondlichts werden nach Erwartungen von Expertin Frank nur die größten Sternschnuppen zu sehen sein.

Perseiden-Sternschnuppen bis 12. August

Die Perseiden-Sternschnuppen sind von Sonntag an sichtbar und erreichen am Dienstag (12. August) ihr Maximum. Sie sind der aktivste Meteorstrom des gesamten Jahres und scheinen dem Sternbild Perseus zu entströmen. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde jedes Jahr im August die Wolke aus Trümmerteilen des weitgehend aufgelösten Kometen Swift-Tuttle. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als mehr oder weniger helle Meteore.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch "Laurentiustränen", weil sie um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er soll am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert worden sein.

cf/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel