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Archäologie: Brite findet gewaltigen Goldschatz

Ein Hobby-Archäologe hat auf dem Acker eines benachbarten Bauern in der Grafschaft Staffordshire einen riesigen Goldschatz gefunden. Die Sammlung von 1500 Stücken stammt aus dem 7. Jahrhundert und gilt als wertvollster Fund aus der Epoche der Angelsachsen.

Ein Hobby-Schatzsucher hat in England einen außergewöhnlichen Goldschatz gefunden, der von den Angelsachsen stammt. Nach Angaben von Archäologen ist der Fund so groß und wertvoll wie keiner zuvor aus dieser Epoche. Die Sammlung von 1500 Stücken - insgesamt rund 5 Kilogramm Gold und 2,5 Kilo Silber - stammt vermutlich aus dem siebten Jahrhundert. Sie lag vergraben unter einem Feld in der mittelenglischen Grafschaft Staffordshire. Der 55 Jahre alte Terry Herbert hatte den Schatz mit seinem Metalldetektor im Juli aufgespürt. Das sei der "Traum" eines jeden Schatzsuchers, sagte er am Donnerstag.

Fund auf dem Feld eines befreundeten Bauern

Eine Expertin des British Museum erklärte, die Entdeckung würde die "Annahmen über die Angelsachsen in England radikal verändern". Der Fund übertreffe sogar Sutton Hoo, eine bedeutende Ausgrabungsstätte in Ostengland. Unter den jetzigen Fundstücken seien Waffen und Helme.

Terry Herbert - der seit 18 Jahren mit seinem Detektor umhergeht - erzählte, der Schatz sei so groß, dass er davon nachts geträumt habe. "Ich bin ins Bett gegangen und habe goldene Stücke gesehen", sagte der Schatzsucher. "Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das." Er habe den Fund auf einem Feld eines befreundeten Bauern gemacht.

Die Sammlung ist derzeit im Birmingham Museum und der Art Gallery verwahrt und soll später ausgestellt werden. Ein unabhängiges Expertengremium muss den Fund noch offiziell als "Schatz" klassifizieren.

DPA / DPA
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