HOME

Doodle zum 150. Geburtstag von Adalbert Czerny: Ein Leben für die Kindermedizin

Der Kinderarzt und Hochschullehrer Adalbert Czerny gilt als Vater der modernen Kinderheilkunde. Zu seinen größten Verdiensten gehört die Gründung der Pädiatrieschule an der Berliner Charité.

Von Marie Fleischhauer

Mit seinen Forschungen im Bereich der Säuglings- und Kindermedizin bereitete er den Weg für die moderne Kinderheilkunde: Anders als bisherige Mediziner schenkte Adalbert Czerny auch sozialen und psychologischen Faktoren Bedeutung. Am 25. März 1863 wurde der Kinderarzt und Hochschullehrer in der polnischen Stadt Jaworzno geboren. Heute ehrt Google Adalbert Czerny zu seinem 150. Geburtstag.

Nach beruflichen Stationen in Prag, Breslau und Straßbourg kam der gebürtige Pole 1913 an die Berliner Universitätskinderklinik der Charité, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1932 blieb. Dort begründete er die internationale Pädiatrieschule (Kinderheilkunde), die vor allem im Bereich der Ernährungsphysiologie und der Stoffwechselpathologie von Säuglingen forscht. Als erster Arzt stellte er fest, dass Säuglinge krank werden, weil sie entweder einen Infekt haben – oder weil sie falsch ernährt werden. Er war damit einer der wenigen zu dieser Zeit, der die Ernährung des Säuglings als einen wichtigen Faktor für dessen Wohlergehen herausstellte.

Auch heute noch werden Kinderkrankheiten nach diesen groben Bereichen kategorisiert. Kranke Babys werden daraufhin getestet, ob sie Krankheitserreger in ihrem Blut haben und ob sie in ihrem Erbgut Veränderungen haben, die sie krank werden lassen – oder ob sie durch eine falsche Ernährung erkrankt sind.

Ein Forschungspreis zu Ehren von Adalbert Czerny

Während seiner Berliner Amtszeit führte er die von dem deutschen Kinderarzt Johann Otto Leonhard Heubner begonnenen Forschungen zur Säuglingssterblichkeit weiter und stellte sie auf eine wissenschaftliche Grundlage.

Ein zweiter Schwerpunkt seiner Forschungen war der Zusammenhang zwischen Ernährungsstörungen und dem Verhalten des Kindes. So entstanden Werke wie "Des Kindes Ernährung, Ernährungsstörungen und Ernährungstherapie" sowie "Der Arzt als Erzieher des Kindes", die bis heute die Kinderheilkunde prägen. Zudem entdeckte Czerny ein paar Kinderkrankheiten, die bis heute seinen Namen tragen - zum Beispiel die "Czerny-Anämie", eine ernährungsbedingte Blutarmut bei Säuglingen.

Czernys Verdienste werden heute unter anderem noch von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Ehren gehalten, die jedes Jahr den Adalbert-Czerny-Preis verleiht. Die Auszeichnung wird für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kinderheilkunde verliehen und gilt als höchste deutsche wissenschaftliche Auszeichnung im Fach Kinder- und Jugendmedizin.

Von Marie Fleischhauer
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?