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Kopfwelten: Die große Angst der Fanatiker

Der verbohrte Fundamentalismus der illegal geweihten Bischöfe, die Papst Benedikt XVI. wieder in die katholische Kirche aufgenommen hat, ähnelt dem in anderen Religionen. Was lässt Menschen geistig verkrusten? Eine tief sitzende Furcht, sagen Psychologen.

Von Frank Ochmann

In fast allen Glaubensgemeinschaften finden sich Fraktionen mit dem Anspruch, sie allein seien im Besitz der Wahrheit

In fast allen Glaubensgemeinschaften finden sich Fraktionen mit dem Anspruch, sie allein seien im Besitz der Wahrheit

Vergessen wir hier Bischof Richard Williamson mit seiner abstrusen Leugnung des Holocausts. Der Extremist hat ohnehin schon zu viel unverdiente Publicity bekommen. Vergessen wir an dieser Stelle auch, welches seltsame Spektakel der Vatikan in der Affäre um die Piusbrüder geboten hat und vielleicht noch bieten wird. Denn abgesehen von diesen aktuellen Ereignissen stellt sich durchaus die grundsätzliche Frage: Warum werden Menschen eigentlich so?

Was bringt im Grunde intelligente und gebildete Männer und Frauen dazu, eine sektiererische Ideologie mit solcher Sturheit zu vertreten, wie wir das jetzt von den katholischen Traditionalisten erleben? Nicht viel anders kennen wir das von rechtsgerichteten Evangelikalen, von Islamisten oder auch von skurrilen Sekten wie "Heaven's Gate", deren Mitglieder 1997 im Glauben an ein im Kometen Hale-Bopp verstecktes Rettungs-UFO gemeinsam in den Tod gingen. Fundamentalisten gibt es überall.

Selbstmord aus Angst vor dem Tod

Gerade angesichts des Beispiels einer Selbstmord-Sekte kann überraschen, was Psychologen schon seit längerem als Antwort auf die Ausgangsfrage anbieten: Demnach steckt hinter allzu absolut gesetzten Wahrheiten oft eine tief erschütternde Angst vor dem eigenen Ende. Wer davon gepackt wird - und sei es nur unbewusst -, flüchtet sich womöglich in Hoffnungen, die himmlische Erlösung vom sicheren irdischen Schicksal versprechen. Und in einem Extremfall wie "Heaven's Gate" wird daraus ein Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Weil die Naturgesetze weiter für alle gelten und der Verstand eines mindestens durchschnittlich begabten Menschen auch noch befriedigt werden muss, wenn die Gefühle schon bedenklich brodeln, werden oft fantastische Gedankengebilde konstruiert, um vermeintlich oder tatsächlich tröstende Ewigkeitsfantasien vor der beängstigenden Wirklichkeit des biologischen Todes zu schützen. Schon länger gibt es diese Auffassung unter Psychologen. Sigmund Freud, der Vater der Psychoanalyse, nahm das an. Auch der amerikanische Anthropologe Ernest Becker hat diese These in den 1970er Jahren eindrucksvoll dargelegt.

Ach ja, wird mancher denken, da spinnt wieder einmal einer herum, der sich einfach nicht damit abfinden will, dass auch intelligente Menschen religiös sein und Glauben und Verstand versöhnt werden können. Aber nur verstockte Atheisten (und auch die haben einen Glauben) werden das ausschließen wollen. Trotzdem muss es erlaubt sein, auch mit den Methoden der experimentellen psychologischen Forschung auf ein Phänomen zu blicken, das weltweit zu entdecken ist - Nichtglaubende sind, von Pol zu Pol gerechnet, eine verschwindende Minderheit. Und innerhalb der Gruppen - ganz gleich welchen Glaubens - finden sich nahezu überall Fraktionen mit dem Anspruch, sie allein seien im Besitz der (einen, ewigen) Wahrheit und alle anderen täten darum gut daran, sich ihnen geistig und oft auch politisch anzuschließen.

Doch wer im Wald am lautesten pfeift, muss nicht der Mutigste sein. Ist es also möglich, dass solcher Fundamentalismus aus der Angst und damit die nach außen demonstrierte Stärke letztlich aus innerer Schwäche geboren wird?

Todesangst und religiöse Ideologie

Der Psychologe Mike Friedman von der belgischen Université catholique de Louvain versucht bereits seit einigen Jahren mit Experimenten zu ergründen, wie stark die Beziehung zwischen Todesbewusstsein/Todesangst und einer rigiden religiösen Ideologie ist. Besonders interessant ist ein Versuch, bei dem er den Umkehrschluss testete: Danach müssten religiöse Fundamentalisten, deren Glauben erschüttert werden konnte, sich stärker ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst werden. Genau das konnte Frieman mit seinen Mitarbeitern zeigen, als er ihrer eigenen Einschätzung nach christliche Fundamentalisten und Nichtfundamentalisten versammelte und sie mit Unstimmigkeiten ihrer heiligen Schrift, der Bibel, konfrontierte.

Zwar scheinen den Fundamentalismus anderen Arbeiten zufolge auch Gruppeneffekte zu stützen, die auf die simple Formel "Einigkeit macht stark, und Stärke schützt" gebracht werden könnten. Und wie sehr solche Phänomene ausgeprägt sind, hängt natürlich auch von solchen Faktoren wie dem allgemeinen Selbstwertgefühl ab. Doch auch, wenn das berücksichtigt und aus den Studiendaten herausgerechnet wird, ist die Bedeutung der Todesgewissheit für die Ausprägung eines religiösen Fundamentalismus nicht zu übersehen. Das macht ihn nicht angenehmer, aber vielleicht verständlicher.

Literatur:

Becker, E. 1973: The Denial of Death, New York: Free Press; deutsch 1976: Die Überwindung der Todesfurcht, München: Goldmann
Friedman, M. & Rholes, W. S. 2007: Successfully Challenging Fundamentalist Beliefs Results in Increased Death Awareness, Journal of Experimental Social Psychology 43, 794-801
Friedman, M. 2008: Religious Fundamentalism and Responses to Mortality Salience: A Quantative Text Analysis, International Journal for the Psychology of Religion 18, 216-237
Navarrete, C. D. et al. 2004: Anxiety and Intergroup Bias: Terror Management or Coalitional Psychology?, Group Processes & Intergroup Relations 7, 370-397

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?