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Stiftung Warentest - Businessknigge-Kurse: Guter Auftritt

Wer im Job gut und stilsicher auftritt, hat es leichter. Benimmkurse helfen dabei. Lohnenswerte Kurse gibt es ab 40 Euro, zeigt der Test.

Ob Begrüßung, Meeting oder Geschäftsessen - Businessknigge-Kurse wollen richtiges Verhalten für heikle Jobsituationen vermitteln. Lohnenswerte Kurse gibt es schon ab 40 Euro, aber auch für knapp 1.500 Euro, so die Stiftung Warentest.

Gutes und stilsicheres Auftreten im Job ist für die Karriere oft genauso wichtig wie Fachkenntnisse. Obwohl beides stark von Erziehung und Persönlichkeit abhängt, kann jeder auf diesem Feld dazulernen. Wünscht man dem Kollegen, der in einer Sitzung niest, "Gesundheit"? Gibt man dem Vorstand bei der Begrüßung die Hand? Dazu gibt es klare Regeln.

Rollenspielen und Partnerübungen

Zwei Kurse überzeugten die Tester der Stiftung Warentest inhaltlich und didaktisch: Der achtstündige Kurs der Handwerkskammer zu Leipzig und der 15-stündige Kurs der Haufe Akademie. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Kursen: der Preis. Der Kurs der Leipziger Handwerkskammer kostet 49 Euro. Die Haufe Akademie verlangt für ihren Benimmkurs das 30-fache, stolze 1.490 Euro. Dafür ist dann aber auch ein Business-Dinner in einem guten Restaurant inklusive. Beide Kurse vermitteln die Inhalte nicht nur in Vorträgen, sondern lassen die Teilnehmer das Gelernte in Rollenspielen und Partnerübungen einüben.

Schlechtester Kurs im Test: das Seminar "Benimm im Business - der Businessknigge" der privaten Knigge Akademie. Sowohl Inhalt als auch Didaktik waren "schwach". Hier fehlten so wichtige Themen wie Fragen der Rangordnung, Distanzzonen oder nonverbale Kommunikation.

Günstige Kurse an den Volkshochschulen

Einige der wichtigsten Themen, die Businessknigge-Kurse behandeln müssen, sind Verhaltensregeln im Job, Rangordnung, Begrüßung und Verabschiedung, Businesskleidung, Distanzzonen, nonverbale Kommunikation und Business-Smalltalk. Am besten ist, vor Kursbeginn abzuklären, welche Themen vorgesehen sind - und wie geübt wird.

Ein großes Angebot günstiger Kurse bieten die Volkshochschulen. Die fünf getesteten Kurse unterschiedlicher Volkshochschulen lieferten meist solides Wissen, praxisnah und preiswert.

Vom korrekten Gebrauch des Schneckenlöffels hängen heute nur noch wenige Karrieren ab. Doch wer mit Geschäftspartnern oder Vorgesetzten Essen geht, sollte wissen, dass er den Brotkorb nicht vor der Bestellung leer isst und den Olivenkern mit der Gabel an den Tellerrand schiebt. Besprechungen sollte man nicht unterbrechen, um einem Nieser "Gesundheit" zu wünschen. Und der Chef entscheidet über den Handschlag bei der Begrüßung.

Stiftung Warentest
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.