Australien Tödlicher Sex für Tasmanische Teufel


Dem Tasmanischen Teufel, einem seltenen Beuteltier, droht innerhalb der nächsten 20 Jahre das Aussterben: Unter den Tieren verbreitet sich ein spezieller Gesichtskrebs, der beim Sex übertragen wird.

Der Tasmanische Teufel könnte wegen Gesichtskrebs einem Wissenschaftler zufolge in den kommenden zehn bis 20 Jahren aussterben. Bereits die Hälfte der Fleisch fressenden, schwarzen Beuteltiere, die nur auf der im Süden Australiens gelegenen Insel Tasmanien vorkommen, sei bereits verendet, sagte Hamish McCallum, Professor an der Universität von Tasmanien, in einem Reuters-Interview. Damit gebe es noch weniger als 75.000 Tasmanische Teufel. Der Gesichtskrebs verbreite sich sehr wahrscheinlich während des Paarungsaktes der Tiere, meinte der Forscher.

Die mysteriöse Krankheit wurde das erste Mal vor zehn Jahren bei Tieren in der nordöstlichen Küstenregion Tasmaniens entdeckt. Mittlerweile hat sie sich bis auf 50 Kilometer an die Westküste vorgearbeitet. Noch in diesem Jahr sollten die Tiere an der Westküste in andere Regionen gebracht werden, forderte McCallum, da auch sie in den nächsten Jahren vom Gesichtskrebs betroffen sein könnten. Die gesunden Tiere könnten auf vor Tasmanien gelegene Inseln gebracht werden, um ein Aussterben der Beuteltiere zu verhindern.

Zahlreiche Tiere in Quarantäne

Mehr als 40 Tasmanische Teufel wurden in Zoos auf dem australischen Festland untergebracht. Etwa 30 Tiere befänden sich in Tasmaniens Hauptstadt Hobart in Quarantäne. Sie sollen McCallum zufolge auf die früher als Strafkolonie genutzte Insel Maria Island gebracht werden Experten zufolge zieht das Aussterben der Tasmanischen Teufel auf der Insel eine starke Vermehrung der Füchse nach sich.

Reuters Reuters

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