Borneo Fliegender Frosch entdeckt


Er ist mal grün und mal braun: Je nach Tageszeit wechselt der Frosch, den Wissenschaftler jetzt auf der südostasiatischen Insel Borneo entdeckt haben, seine Farbe. Auch kurze Gleitflüge von Baum zu Baum schafft der Hüpfer.

Die südostasiatischen Insel Borneo ist ein Paradies für Biologen: Immer wieder werden dort neue Arten entdeckt. Jetzt haben Wissenschaftler einen fliegenden Frosch gefunden. Der Mulu-Frosch habe Flughäute zwischen den Zehen und Fingern, damit schaffe er kurze Gleitflüge von Baum zu Baum, berichtete die Umweltstiftung WWF (World Wide Fund for Nature) am Mittwoch in Frankfurt. Die Tiere könnten auch die Farbe verändern, je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag. Auf Borneo gebe es noch weitere Flugfrösche.

Der Mulu-Frosch ist laut WWF eine von zuvor unbekannten 123 Tier- und Pflanzenarten, die in den vergangenen drei Jahren auf Borneo entdeckt wurden. Forscher fanden nach WWF-Angaben auf der drittgrößten Insel der Welt 66 neue Pflanzenarten, 17 Fische, 5 Frösche, 3 Schlangen, 29 Wirbellose, 2 Echsen und einen Vogel. Möglicherweise warteten noch Hunderte Arten auf ihre Entdeckung, sagte Markus Radday vom WWF.

Eine drohende Gefahr stellt allerdings die ungebremste Entwaldung dar, um Plantagen aus Ölpalmen oder schnellwachsenden Baumarten für die Zellstoffproduktion anzulegen. Die Wälder auf Borneo gehören laut WWF zu den am meisten gefährdeten der Welt und sollten stärker geschützt werden, damit Tiere und Pflanzen nicht schon aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.

DPA DPA

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