FORSCHUNG Gen-Karte der Maus erstellt


Ein internationales Forscherteam hat den bislang umfassendsten Bauplan vom Erbgut der Maus vorgelegt. Die Entschlüsselung soll Aufschluss über die Rolle menschlicher Gene bringen.

Wissenschaftler haben einem Magazinbericht zufolge fast vollständig eine Karte mit der Anordnung der Gene in der DNA der Maus erstellt. Bereits im vergangenen Jahr hatten ein internationales Konsortium sowie das US-Unternehmen Celera mitgeteilt, das Erbgut einer Labormaus weitgehend entschlüsselt zu haben.

Karte zu 98 Prozent fertig gestellt

Wie das Wissenschaftsmagazin »Nature« am Sonntag in seiner Online-Ausgabe berichtete, hat ein Konsortium von »Wissenschaftlern aus Großbritannien, Kanada und den USA die Karte zu 98 Prozent fertig gestellt. Sie soll der Wissenschaft im Internet zur Verfügung stehen. Der Leiter des Projekts am Wellcome Trust Sanger Institute, Simon Gregory, sagte, dies würde dabei helfen, gemeinsame Gene von Mäusen und Menschen zu erkennen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Kenntnis des Genoms - die komplette Liste der codierten Informationen des Erbmaterials - dabei helfen kann, Ursachen von Krankheiten und zu entdecken und Heilungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Parallelen zwischen Mensch und Maus

Mäuse und Menschen habe eine ähnliche Zahl von Genen, rund 30.000. Ungeklärt ist, wie viele gleiche Gene sie haben und was all die Gene bewirken. Nach Angaben Gregorys soll die Karte der Maus-Gene weiterentwickelt und bis zum Jahr 2005 fertig gestellt werden. Wissenschaftler arbeiten auch an Genom-Projekten von Kühen, Schweinen, Katzen und weiteren Tieren.


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