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Berlin-Friedrichshain
Hausbesetzer-Szene: Razzia in der Rigaer Straße eskaliert

Sehen Sie im Video: Berliner Hausbesetzer-Szene – Razzia in der Rigaer Straße eskaliert.


Rund 200 Polizisten haben am Donnerstagvormittag eine Razzia in einem Haus in der Rigaer Straße in Berlin durchgeführt. Bei der Durchsuchung ging es um die Vollstreckung mehrerer richterlich angeordneter Durchsuchungsbeschlüsse, unter anderem wegen Körperverletzung und einem Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung. Hier habe der Tatverdächtige widerrechtlich versucht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, sagte Polizeisprecherin Daniela Dierschke. Bei dem Einsatz kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern und der Polizei. "Aktuell kommt es aber tatsächlich zu Würfen von Gegenständen aus dem Hinterhof in den Innenhof auf meine Kollegen und Kolleginnen. Wir verzeichnen das als tätliche Angriffe." Einige wenige Beweismittel konnten laut Dierschke sichergestellt werden. Inhaltliche Angaben dazu könne aber nur die Staatsanwaltschaft als Herrin des Verfahrens machen. Das Gebäude im Stadtteil Friedrichshain wird von Mitgliedern des Verein "Anarcha-queer-feministisches Hausprojekt Liebig 34" bewohnt. Der auf zehn Jahre befristete Gewerbemietvertrag endete 2018, der Verein hatte sich nach einer Kündigung aber geweigert, das Haus zu verlassen. Das Viertel in Berlin-Friedrichshain rund um die Liebigstraße und die angrenzende Rigaer Straße ist bekannt für seine linksautonome Szene. Dort kommt es seit Jahren immer wieder zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Anwohnern des Hauses.