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AKW-Moratorium wird umgesetzt EnBW schaltet Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1 ab


Der Energiekonzern EnBW hat in der Nacht zum Donnerstag die Reaktoren Neckarwestheim 1 und Philippsburg 1 vom Netz genommen.

Das Energieunternehmen EnBW hat in der Nacht zum Donnerstag die Atomreaktoren Neckarwestheim I und Philippsburg I vom Netz genommen. Damit setzte der Konzern eine Anordnung des Umweltministeriums von Baden-Württemberg um.

Neckarwestheim I sei um 22.41 Uhr vom Netz gegangen, Philippsburg I um 4.28 Uhr, sagte am Morgen ein Unternehmenssprecher in Karlsruhe. Der Betriebszustand der Meiler nach dem Herunterfahren sei vergleichbar mit dem während einer Revision.

Für Neckarwestheim 1, seit 1976 in Betrieb, bedeutet die Abschaltung das endgültige Aus. EnBW-Chef Villis hatte dies mit den aktuellen Anforderungen an Sicherheitsnachrüstungen des Stuttgarter Umweltministeriums begründet. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei aus Sicht des Unternehmens nicht mehr möglich.

Block I in Philippsburg bei Karlsruhe ging 1979 ans Netz und könnte nach dem dreimonatigen Moratorium wieder hochgefahren werden. Ohne Laufzeitenverlängerung müsste der Reaktor laut rot-grünem Ausstiegsbeschluss wohl 2012 oder 2013 vom Netz. Der Meiler ist gegen Abstürze selbst eines Leichtflugzeuges nicht geschützt.

Nach der Katastrophe in Japan hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der AKW-Länder angekündigt, dass sieben Reaktoren, die vor 1980 ihren Betrieb aufnahmen, zumindest vorübergehend abgeschaltet werden.

jwi/DPA DPA

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