Gentechnik Südkoreaner haben Wölfe geklont


Forschern der Universität von Seoul ist es nach eigenen Angaben gelungen, zwei Wölfe zu klonen. Die Klone seien die ersten weltweit und bereits eineinhalb Jahre alt. Nach dem Klonskandal um Hwang Wooo Suk, wurden die Ergebnisse der Wissenschaftler besonders streng geprüft.

Die Forscher gingen erst jetzt an die Öffentlichkeit, weil die Ergebnisse gesondert überprüft werden mussten. Die Gruppe hatte zudem Schwierigkeiten zu kämpfen, seitdem veröffentlichte Erkenntnisse ihres früheren Chefs als Fälschung entlarvt wurden. Der Stammzellenforscher Hwang Woo Suk und weitere Mitarbeiter mussten die Universität verlassen, nachdem die Fälschung der Daten zu menschlichen embryonalen Stammzellen aufgeflogen war.

Arterhaltung durch Klone?

"Normalerweise verlangen wissenschaftliche Zeitschriften keine DNA-Überprüfung, aber wir mussten eine vorlegen wegen der vorherigen Probleme", sagte Lee Byung Chun, der die Forschergruppe leitet. Die Erkenntnisse der Wissenschaftler werden nun in der nächsten Ausgabe des Blattes "Cloning and Stem Cells" veröffentlicht, sagte Lee. Das Klonen von Wölfen könnte dazu beitragen, die Art in Südkorea zu erhalten, sagte Lee.

In dem Land seien seit rund 20 Jahren keine Wölfe mehr gesichtet worden. Auf das Konto der Wissenschaftler geht auch der erste Hundeklon. Der afghanische Windhund "Snuppy" entstand 2005 im Labor in Seoul, damals noch unter Leitung von Hwang. Voneinander unabhängige Tests bestätigten damals, dass es sich bei dem Hund tatsächlich um einen Klon handelte.

Reuters Reuters

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