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Greenpeace-Energiekonzept: Energie für die Welt

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat die Umweltorganisation Greenpeace ein globales Energiekonzept entwickelt, das die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 halbieren will. Es ist noch nicht zu spät für den Planeten Erde, meint Greenpeace - vorausgesetzt, es wird sofort gehandelt.

Von Jens Lubbadeh

Klimaforscher zu sein, ist in diesen Tagen ein deprimierender Job. Düster sind die Meldungen, die nach und nach im Vorfeld des erwarteten vierten IPCC Assessment Report Climate Change 2007 durchsickern: ein globaler durchschnittlicher Temperaturanstieg um drei Grad Celsius, eine eisfreie Arktis bis zum Ende des Jahrhunderts, ein Abschwächen des Nordatlantikstroms, der Europa mit warmer Strömung versorgt. Beunruhigende Aussichten - vor allem letzteres, weil nach Auskunft des Klimaforschers Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung das Abschwächen des Nordatlantikstromes einen Anstieg des nordatlantischen Meeresspiegels zur Folge hätte - zusätzlich zum Meeresspiegelanstieg, der durch die globale Erwärmung bedingt ist.

Energiekonzept auf 100 Seiten

"Der IPCC-Bericht wird ziemlich deprimierend werden", bestätigt auch Sven Teske von Greenpeace. "Aber wir wollten zeigen, dass wir da doch noch was machen können und nicht sagen: Es ist doch ohnehin alles zu spät." Teske ist einer der Verfasser eines globalen Masterplans, den Greenpeace in Zusammenarbeit mit elf internationalen Instituten, dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt und dem Dachverband der Europäischen Erneuerbaren Energien-Industrie (Erec) entwickelt hat. Herausgekommen ist die 100 Seiten starke Machbarkeitsstudie "Energy (R)evolution".

In ihr wird ein globales Energieversorgungsszenario entworfen, das das Ziel verfolgt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 47 Prozent zu senken und die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Das kann nach Ansicht der Autoren mit heutiger Technologie erreicht werden - durch effizientere Produktion und Nutzung von Energie und durch schrittweise Umrüstung auf erneuerbare Energien. Das Weltklima sei laut Greenpeace noch zu retten - vorausgesetzt, Politik und Wirtschaft handeln sofort. Ohne Energiewende droht nach Ansicht des IPCC eine Erwärmung der Erde bis 2050 um bis zu 5,8 Grad.

Bemüht um Realitätsnähe

Ein Jahr habe die Arbeit an " Energy (R)evolution" laut Teske gedauert. Dabei lag die wissenschaftliche Leitung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Doch den Autoren ging es um realistische Umsetzbarkeit. "Einen Plan aufzustellen ist eine Sache", sagt Teske. "Aber die Umsetzung eine andere". Daher wurden technische Fragen und alle Zahlen mit Erec durchgesprochen und auf realistische Produktionskapazitäten hin geprüft. Kann die Industrie überhaupt so viele Solar- und Windkraftanlagen liefern, wie im Masterplan vorgesehen? "Letztes Jahr gab es Lieferengpässe bei Solaranlagen, und Windkraftanlagen sind auch für die nächste Zeit ausgebucht ", sagt Teske. "Man muss bedenken, dass es ein paar Jahre braucht, um Produktionskapazitäten aufzubauen. Und dann muss man auch Leute auszubilden." Dem Masterplan-Szenario gegenüber haben die Autoren ein Referenz-Szenario entgegen gestellt, das auf Zahlen der Internationalen Energiebehörde basiert. Es geht von der derzeit existierenden Energie- und Umweltpolitik aus und erwartet keine großen Umbrüche.

Der Vorsitzende des UNO-Ausschusses für Klimaveränderungen (IPCC), Rajendra Pachauri, lobte die neue Studie als "gut recherchierte" und "stimulierende" Analyse. stern.de hat die wichtigsten Aspekte zusammengefasst.

Welches Ziel hat der "Energy-(R)evolution"-Masterplan?

Dem globalen Masterplan zufolge könnte der Anstieg der Treibhausgase durch Energiesparmaßnahmen sowie die verstärkte Nutzung von Wind-, Wasser- und Sonnenkraft bis 2050 um 47 Prozent gesenkt werden. Der Masterplan sieht dabei keine komplette Umstellung auf erneuerbare Energien bis zu diesem Zeitpunkt vor, der Anteil der fossilen Brennstoffe soll schrittweise gesenkt werden. Dadurch soll die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius gehalten werden. "Deutschland als Weltmarktführer bei Wind- und Solartechnik würde besonders profitieren", sagt Sven Teske, "die Milliardensubventionen für Kohle und Atomkraft gehören allerdings sofort gestrichen."

Was sind die Kernpunkte der Energie-Revolution?

Die Autoren des globalen Masterplans nennen fünf Kernpunkte ihres Konzepts:

1. Vermehrte Einbindung sauberer, erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Dezentralisierung der Energieproduktion

2. Respekt vor den Grenzen der Umwelt

3. Versorgung mit umweltbelastender fossiler Energie soll auslaufen

4. Gerechte und faire Verteilung von Energie und Kosten zwischen Gesellschaften, Nationen und Generationen

5. Entkopplung von ökonomischem Wachstum und fossilem Brennstoffverbrauch

Die produzierte Energie soll effizienter genutzt und generell eine Kehrtwende hin zu erneuerbaren Energien vollzogen werden.

Welchen Anteil an der Energieversorgung sollen erneuerbare Energien haben?

Zum momentanen Zeitpunkt haben laut Greenpeace die erneuerbaren Energien einen Anteil von 13 Prozent am weltweiten primären Energiebedarf, also dem Bedarf an natürlich vorkommenden Energieträgern wie Erdöl, Kohle, Biomasse, Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft. Von den erneuerbaren Energien stellt Biomasse den Hauptanteil und wird vorwiegend zum Heizen verwendet. Zur Stromproduktion tragen erneuerbare Energien mit 18 Prozent bei.

Momentan stammen 80 Prozent der primären Energieversorgung aus fossilen Quellen, 7 Prozent aus nuklearen. Im Jahr 2050 sollen nach dem Greenpeace-Masterplan 50 Prozent des primären Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden - im Detail rund drei Viertel des erzeugten Stroms und zwei Drittel der Wärmeversorgung.

Fossile Brennstoffe sollen durch effizientere Technologien, insbesondere Biomasse, Sonnenkollektoren und Geothermie ersetzt werden.

Verkehr und Transport bis 2050

Diesen Bereich des Energiebedarfs umzustellen ist laut Sven Teske problematischer. "Für Strom und Wärme haben wir genügend Lösungen, da gibt es die Technologien. Für den Verkehr haben wir sie noch nicht. "

Die Autoren sehen großes Potenzial in der Effizienzsteigerung - sowohl im Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs als auch in sparsameren Autos. "Der fossile Anteil der Energieversorgung, den man im Jahr 2050 noch hat, wird rein auf den Verkehr reduziert", sagt Teske.

Infrastrukturen der Energieversorgung

In der Studie kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass zentrale Energieversorgungs-Strukturen, wie man sie derzeit vorfindet, mehr als zwei Drittel der produzierten Energie vergeuden. Den größten Anteil (61,5 Prozent) durch ineffiziente Produktion und Wärmeverlust, einen kleinen Teil durch den Transport in den Netzen und rund 13 Prozent durch ineffizienten Verbrauch beim Endkunden.

Nach Ansicht der Greenpeace-Autoren sollte die Energie möglichst dort produziert werden, wo sie auch konsumiert wird. In Städten beispielsweise durch photovoltaisch bestückte Außenfassaden und Sonnenkollektoren auf Dächern, die Strom und Wärme für sich und Nachbargebäude produzieren. Miniheizkraftwerke im Keller sollen Häuser und Wohnblocks mit Wärme versorgen, ohne Energieverlust durch Transport in langen Netzen. Energie soll auch aus der Umgebung angeliefert werden, beispielsweise aus Offshore-Windparks oder Solarstationen in Wüstengebieten. Zudem soll eine bessere Dämmung für weniger Heizverluste sorgen.

Dezentrale Energieproduktion ist nach Ansicht der Autoren flexibler einstellbar auf den momentanen Energiebedarf - Windparks ließen sich kurzfristig abschalten, wenn genug Energie im Netz vorhanden ist. In Kombination mit verbesserter Energiespeicherung in Form von Wasserstoff oder Druckluft lässt sich die Energieversorgung effizienter gestalten.

Welche Rolle spielt die Atomenergie?

Nach dem Greenpeace-Konzept hat Atomenergie keine Zukunft. Zu nachteilig für die Umwelt sind die Aufwände in der Gewinnung zivil nutzbaren Urans, die Belastung durch radioaktive Abfälle zu groß. Zudem beurteilt Autor Sven Teske die Debatte als scheinheilig: "Mit sieben Prozent an der weltweiten primären Energieversorgung ist die Atomindustrie nicht gerade ein großer Player - aber 93 Prozent der Debatten werden von ihr bestimmt."

Wie hoch wird der zukünftige Energiebedarf der Welt sein?

In der Studie listen die Autoren drei Faktoren auf, die den zukünftigen Energieverbrauch bestimmen werden:

1. Die Zunahme der Erdbevölkerung

2. Die wirtschaftliche Entwicklung (in der Regel bedeutet eine Zunahme des Bruttosozialprodukts auch eine Steigerung des Energiebedarfs)

3. "Energieintensität" - wie viel Energie wird benötigt, um das Bruttosozialprodukt um einen Punkt zu steigern

Die Greenpeace-Erec-Studie kalkuliert eine Bevölkerungszunahme von derzeit 6,3 Milliarden auf 8,9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 ein. Was die Energieintensität für die Steigerung des Bruttosozialprodukts anbelangt, rechnet Greenpeace mit einer Senkung um 70 Prozent. Das Szenario der Internationalen Energiebehörde ist nicht ganz so optimistisch und erwartet nur eine Senkung um 45 Prozent.

Alle wichtigen Faktoren kombiniert, geht das konventionelle Szenario von einer Verdoppelung des weltweiten Energiebedarfs aus. Greenpeace ist da wesentlich optimistischer: Sie erwarten lediglich einen Anstieg um 14 Prozent.

Ist das Konzept bezahlbar?

"Kosten und Preise für Erneuerbare sinken, für konventionelle Energieträger steigen sie", sagt Greenpeace-Energieexperte Jörg Feddern. Dieser Trend werde sich umso mehr beschleunigen, je eher die Strategie umgesetzt werde.

In ihrem Szenario rechnen die Verfasser der Studie mit einem Anstieg des Ölpreises auf 100 Dollar im Jahr 2050 und einem CO2-Preis von 50 Dollar bei weltweiter Preisbildung durch den Emissionshandel.

Feddern fügte hinzu: "Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig, wenn Regierungen Subventionen für fossile und atomare Energien abbauen und das Verursacherprinzip für Verschmutzer eingeführt wird."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(