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Physik: Der kleinste Adventskalender der Welt

Eine Milliarde Mal kleiner als gewöhnliche Adventskalender ist ein von Physikern gebasteltes Modell. Wie die Regensburger Forscher die Miniatur-Ausgabe herstellten - und überhaupt sichtbar machen.

Physiker der Regensburger Universität haben einen mit bloßem Auge unsichtbaren Mini-Adventskalender hergestellt. Der Kalender kann nur mit einem hochauflösenden Rasterelektronenmikroskop dargestellt werden. Nach Angaben der Hochschule ist das Bild dieses "kleinsten Adventskalenders der Welt" zwölf mal acht Mikrometer groß - ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter. Zum Vergleich: Ein rotes Blutkörperchen hat einen Durchmesser von etwa sieben Mikrometer. "Der Kalender hat ein Fläche, die etwa eine Milliarde Mal kleiner ist als die eines konventionellen Kalenders", erklärte ein Sprecher der Universität.

Der Adventskalender wurde von Forschern des Instituts für experimentelle und angewandte Physik in den Halbleiterwerkstoff Galliumarsenid graviert. Sie schufen das Bild eines Kalenders, bei dem mehrere Türchen geöffnet sind. Die Gravurtechnik wird von den Physikern normalerweise für ein Forschungsprojekt eingesetzt, um Vorgänge im Bereich der sogenannten Spintronik zu ergründen. Dabei geht es um die magnetische Eigenschaft von Elektronen bei kleinsten elektronischen Schaltungen.

DPA / DPA
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