HOME

RETTUNGSAKTION: Walkampf

Trotz pausenlosen Einsatzes von Freiwilligen ist die Rettungsaktion für die an der Ostküste gestrandeten Grindwale offenbar gescheitert. Die desorientierten Meeressäuger wurden erneut angespült.

Trotz pausenlosen Einsatzes Hunderter von Freiwilligen ist eine Rettungsaktion für Dutzende gestrandeter Grindwale an der US-Ostküste vergeblich geblieben. Nach Medienberichten wurden rund 20 der Meeressäuger am Dienstagabend (Ortszeit) von Experten eingeschläfert, nachdem die erschöpften und desorientierten Tiere es nicht geschafft hatten, ins offene Meer zurückzukehren. Damit sind seit Montag über 40 der an den Strand der Ferienhalbinsel Cape Cod (Massachusetts) gespülten Grindwale ums Leben gekommen.

Wale erneut angespült

»Es ist Herz zerreißend«, beschrieben Helfer am Dienstag die Szene. Das Drama hatte am Montag begonnen, als 55 Wale an einem Küstenabschnitt entdeckt wurden. Neun verendeten, 46 wurden schließlich mit liebevoller Hilfe von Tierschützern ins Meer zurück geleitet, als die Flut einsetzte. Am Dienstag gab es dann ein unerwünschtes Wiedersehen. Die 46 Wale wurden an einen anderen Strand gespült - nur rund 40 Kilometer von dem Küstenstrich entfernt, an dem sie am Vortag gefunden worden waren.

Freiwillige befeuchteten die Tiere

Erneut bemühten sich Freiwillige, die Tiere mit feuchten Tüchern und Wassergüssen bis zum Einsetzen der Flut am Leben zu erhalten. 14 Tiere verendeten oder mussten eingeschläfert werden. 32 Wale wurden nach Angaben der Organisation International Fund of Animal Welfare ein zweites Mal ins tiefere Wasser zurück geleitet.

Tiere sind desorientiert

Den Medienberichten vom Abend zufolge strandeten aber rund 20 der Tiere dann erneut - nach zwei Tagen auf dem Trockenen in glühender Sommerhitze zu schwach und zu »konfus«, um den Weg in den Ozean zu finden, wie Experten erläuterten. Ob am Ende zumindest einigen wenigen Walen das Schwimmen in den Ozean gelang und damit für sie eine Überlebenschance bestand, blieb zunächst unklar.