Shuttle-Katastrophe "Columbia"-Besatzung wollte Autopilot ausschalten

Nach neuesten Erkenntnissen der Nasa wurde Sekunden vor dem Absturz der Raumfähre "Columbia" möglicherweise versucht, den Autopiloten abzustellen.

Sekunden vor dem Absturz der Raumfähre "Columbia" ist möglicherweise versucht worden, den Autopiloten abzustellen. Die Daten seien auffällig, aber schwer zu interpretieren, sagte eine Sprecherin der US-Weltraumbehörde NASA am Sonntag.

Der Versuch, den Autopiloten abzuschalten, könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Astronauten gemerkt hatten, dass an dem Shuttle etwas nicht stimmte. Vielleicht ist der Schalter aber auch unbeabsichtigt umgelegt worden. Jedenfalls sei in der kurzen Zeitspanne das Manöver nicht mehr umgesetzt worden, hieß es weiter. Der Autopilot blieb an.

NASA-Experten haben in den vergangene Wochen die letzten 32 Sekunden des Fluges analysiert. Die Daten der letzten zwei Sekunden legen das Abschalten des Autopiloten nahe. Diesen zwei Sekunden folgen noch 25 Sekunden ohne Datenaufzeichnungen, dann brach das Raumschiff auseinander.

Kürzlich veröffentlichte NASA-Dokumente weisen darauf hin, dass die Raumfähre beim Start möglicherweise von mehreren abgebrochenen Teilen der Isolierung getroffen wurde. Bislang war von einem Teil die Rede. Einem Bericht zufolge hielten die Kameras aber drei bis zu 50 Zentimeter große Stücke fest, die beim Start abgebrochen seien und die Tragfläche beschädigt haben könnten. Bei dem Unglück am 1. Februar kamen alle sieben Astronauten ums Leben.


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