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Thailand Eiswürfel lösen Hepatitis aus


Über 1000 Menschen sind in Thailand an Hepatitis A erkrankt - Tendenz steigend. Der Grund für die Epidemie: verseuchte Eiswürfel.

Das Tropeninstitut Rostock hat vor einer Hepatitis-A-Epidemie im Urlaubsland Thailand gewarnt. Über 1000 Menschen sollen den Angaben zufolge bereits an der ansteckenden Leberentzündung erkrankt sein. Täglich würden in den nördlichen Provinzen Lampang und Chiang Rai bis zu 50 neue Fälle registriert. Ein Ende der Infektionskette sei nicht abzusehen.

Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass die Infektionen von einer lokalen Eisfabrik ausgingen. Dort sei mit Darmkeimen verunreinigtes Wasser für die Herstellung von Eiswürfeln verwendet worden. Die Gesundheitsbehörden hätten inzwischen mit der Bekämpfung der Epidemie begonnen.

Das Institut empfiehlt bei Reisen nach Thailand dennoch eine Hepatitis-A-Schutzimpfung. Der Leiter des Reisemedizinischen Zentrums am Hamburger Tropeninstitut, Helmut Jäger, warnte zudem generell vor dem Genuss von Softeis und Eiswürfeln in dem Land. Durch verseuchte Nahrungsmittel könne nicht nur Hepatitis A sondern auch Hepatitis E übertragen werden, gegen die es noch keine Impfung gibt.

DPA DPA

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