Verhaltensforschung Ameisen stellen "Wegweiser" auf


Für ihren hervorragenden Orientierungssinn sind Ameisen bekannt. Mit chemischen "Duftmarken" und mit Hilfe der Geometrie platzieren sie wichtige Informationen an Weggabelungen.

Ameisen stellen "Wegweiser" auf, um möglichst schnell wieder zu ihrem Hügel zurückzufinden. Das berichten Forscher der englischen Universität Sheffield in der Fachzeitschrift "Nature" (Bd. 432, S. 907) vom Donnerstag. Bekannt war bereits, dass sich einige Ameisenarten an der Sonne oder an auffälligen Punkten in der Landschaft orientieren. Viele der Tiere wie die Pharaoameise jedoch hinterlassen auf ihrem Weg Duftstoffe und bilden so ein feinmaschiges Wegenetz, das nur über den Geruch wahrnehmbar ist.

Bislang war unklar, woher die Ameisen an Weggabelungen wissen, welcher Weg der richtige ist. Zunächst wurde angenommen, die von ihnen hinterlassen Chemikalien seien an bestimmten Stellen jeweils unterschiedlich stark konzentriert. Doch das wäre sehr kompliziert und fehleranfällig. Wie die Forscher nun in Experimenten gezeigt haben, setzen die Insekten auf Geometrie: Die Wege sind demnach immer in einem bestimmten Winkel zueinander angeordnet, der den Ameisen zeigt: "Hier geht’s in die weite Welt" (vom Nest weg) oder "Hier geht’s nach Hause."

DPA


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