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Katastrophen-Prävention Luftblasen gegen Hurrikan: Kann diese innovative Technik Wirbelstürme verhindern?

Sehen Sie im Video: Luftblasen gegen Hurrikane – Norweger entwickeln neue Technik gegen Naturkatastrophen.




Hurrikane erreichen Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h und sind die stärksten Wetterphänomene der Erde.  
Noch nie in der jüngeren Geschichte gab es so früh im Jahr so viele Hurrikane wie im Jahr 2020.
In den letzten Jahren wurde die Überwachung und die Vorhersagbarkeit der zerstörerischen Tiefdruckzonen immer weiter verbessert.
Doch eine Technik, die die Stürme beeinflussen kann, oder ihre Entstehung verhindert, die gibt es bislang nicht. 
Und so wüten Hurrikane weiter mit verheerenden Folgen. Die Stürme entstehen dabei über tropischen Gewässern mit einer Wassertemperatur von über 26,5 °C. Das warme Meerwasser versorgt die Tiefdruckgebiete mit Energie, die die gigantischen tropischen Wirbelstürme zu fatalen und unkontrollierbaren Wetterkatastrophen anwachsen lassen.
Und genau da setzt eine norwegische Firma an. Ein norwegischer U-Boot-Offizier hat einen Ansatz entwickelt, der tatsächlich die Entstehung  von Hurrikanen verhindern könnte. Mit Hilfe von Luftblasen plant seine Firma OceanTherm kaltes Wasser aus den Tiefen des Meeres mit dem warmen Oberflächenwasser zu vermischen.   
Die Idee ist einfach. In perforierte Rohre, die in die tiefen Wasserschichten hinabgelassen werden, wollen die Norweger Luft hineinpressen, die als eine Art Blasenvorhang an die Oberfläche steigt. Dabei wälzt der Luftstrom die Wassermassen um und kühlt so die oberen Schichten. 
Tests in Norwegen haben die Wirksamkeit der Umwälzung bereits belegen können. Dort wurde die Technik umgekehrt genutzt, um die Fjorde eisfrei zu halten. 
Der Kongress der vereinigten Staaten von Amerika hat in einer Studie die Kosten für Schäden, die durch Hurrikane angerichtet werden, errechnet. Der zufolge rechnet der Kongress mit jährlichen Schäden in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar für die US-Wirtschaft allein.
OceanTherm rechnet mit Kosten von 500 Millionen US-Dollar für die Errichtung einer stationären Anlage und 100 Millionen Dollar jährliche Betriebskosten. 
Die Firma geht davon aus, dass es bestimmte geografisch überschaubare Hotspots gibt, die die für die Entstehung von Hurrikanen idealen Bedingungen bieten. Und genau diese Meeresbereiche sind es, die in den entscheidenden Momenten heruntergekühlt werden müssten. 
Einen Beleg für die Wirksamkeit ihrer Theorie hat die Firma aber bislang nicht geliefert.
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Immer wieder sorgen heftige Wirbelstürme für große Verwüstungen und Zerstörung an Land. Ein norwegischer U-Boot-Offizier hat nun einen spannenden Ansatz entwickelt, der tatsächlich die Hurrikan-Entstehung verhindern könnte.

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