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Walstrandung in Florida: Grindwale verirren sich in die Everglades

Eine Gruppe von 41 Grindwalen dümpelt in den seichten Gewässern des Marschlandes der Everglades in Florida. Einige Tiere sind bereits verendet - das Schicksal der übrigen ist ungewiss.

Dutzende Grindwale haben sich im flachen Wasser vor der Südküste Floridas verirrt. Wie US-Medien berichteten, beläuft sich die jüngste Zahl auf 51 Tiere, von denen bereits zehn gestrandet sind. Von den gestrandeten Tieren sind sechs verendet, vier mussten eingeschläfert werden. Die Walschule hatte sich aus unbekannten Gründen in die seichten Gewässer des Everglades-Marschlandes verirrt.

Tierschützer des Everglades Nationalparks versuchen, die verbleibenden Wale zurück ins offene Meer zu dirigieren. Doch die Tiere haben einen starken Drang zum Zusammenhalt. "Wenn die lebendigen Wale ein totes Mitglied ihrer Gruppe sehen, kehren sie zu ihm zurück", so die Expertin Blaire Mase vom Nationalen Wetter- und Meeresinstitut (NOAA). Mase bestätigte, die Rettung sei keine leichte Aufgabe, da sich die Wale bis zu 50 Kilometer von ihrem normalen Lebensraum entfernt hätten. Zusätzlich versperren Sandbänke den Weg ins offene Meer, was die Rettung weiter erschwert. "Wir wissen nicht, warum dies geschehen ist". Es kommt immer wieder vor, dass sich Wale in Küstengewässer verirren. Zuletzt kam es 1995 zu einer Massenstrandung in den Everglades.

Grindwale dümpeln im flachen Gewässer

Diese Videoaufnahmen der britischen Nachrichtenseite "Telegraph", zeigen die Tiere in den flachen Gewässern. Die Bilder legen nahe, dass die gestrandeten Wale bereits Opfer von Raubtieren geworden sind.

Das tropische Marschland der Everglades liegt an der Südküste des US-Bundesstaates Florida. Grindwale oder Pilotwale werden bis zu acht Meter lang und wiegen bis zu drei Tonnen. Die Tiere seien bereits am Dienstag von Fischern in den Everglades entdeckt worden. Vermutlich haben sich die Wale während der Flut in das Marschland verirrt.

amt/DPA / DPA
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