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Wirbelstürme: Wie sich ein Zyklon aufbaut

Eine drei Meter hohe Flutwelle brachte Zyklon "Nargis" mit sich. Wie viele Menschen durch den tropischen Wirbelsturm starben, ist noch nicht klar. stern.de erklärt, unter welchen Bedingungen sich ein derart verheerender Sturm aufbauen kann.

Ein tropischer Wirbelsturm bildet sich nur, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig eintreffen. Unter anderem muss das Meerwasser mindestens 27 Grad warm sein und stark verdunsten. Zudem können die Stürme nur in Regionen entstehen, die mindestens 500 Kilometer vom Äquator entfernt liegen.

Tropische Wirbelstürme werden, abhängig davon, in welcher Meeresregion sie entstehen, als Hurrikan, Taifun oder Zyklon bezeichnet.

Interaktive Infografik: So entsteht ein Wirbelsturm

Das Auge des Sturms

Der Wirbelsturm kann einen Durchmesser von 500 bis 1000 Kilometern erreichen. Ein typisches Kennzeichen ist das "Auge" des Sturms, dem Zentrum des Sturms: In dieser Zone, die meist 15 bis 20 Kilometer breit ist, herrscht beinahe Windstille, und es finden sich kaum Wolken. Das Auge umgeben nicht nur Wolkenwände, hier erreicht der Sturm auch die höchsten Geschwindigkeiten.

Auf der Südhalbkugel rotieren die Luftmassen im Uhrzeigersinn, auf der Nordhalbkugel dagegen. Wenn er das Land erreicht, verliert der Wirbelsturm schnell an Kraft, weil der Nachschub an feuchtwarmen Luftmassen ausbleibt. Trotzdem können diese Stürme durch die gewaltigen Windgeschwindigkeiten, sintflutartige Regenfälle und Sturmfluten große Verwüstungen anrichten.

Die tropischen Wirbelstürme werden je nach Stärke auf einer Skala zwischen 1 (119 bis 153 km/h) und 5 (schneller als 249 km/h) eingereiht. Zyklone der höchsten Stufe zerstören selbst fest gemauerte Gebäude.

stern.de
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