Zeitumstellung Die Sommerzeit beginnt


Am letzten Sonntag im März geht Europa wieder zur Sommerzeit über. Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt.

Am letzten Sonntag im März geht Europa wieder zur Sommerzeit über. Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Die Korrektur erfolgt wie immer nachts, damit sie möglichst wenig Störung verursacht. Auf 01.59 Uhr folgt nicht 02.00 Uhr, sondern gleich 03.00 Uhr. In der Zeitzone, in der Deutschland liegt, heißt es dann nicht mehr Mitteleuropäische Zeit (MEZ), sondern Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).

Sommerzeit gilt bis 31. Oktober

Für alle, die am Sonntag zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen müssen oder wollen, bedeutet die Umstellung eine Stunde weniger Schlaf. Konventionelle Uhren müssen von Hand um eine Stunde vorgedreht werden, Funkuhren und automatische Zeitsysteme, etwa im Computer, stellen sich nachts von selbst um.

Die Sommerzeit gilt wie üblich bis zum letzten Sonntag im Oktober, das ist in diesem Jahr der 31. dieses Monats. Dann wird wieder auf Normalzeit umgestellt. An diese EU-Regelung halten sich auch die anderen europäischen Länder. Ferner gilt EU-Sommerzeit nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig fast überall in Russland, des weiteren in Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Kirgisien und Kasachstan, auf Zypern und Malta sowie in der Türkei und Libanon.

In der Bundesrepublik war die Sommerzeit 1980 "zur besseren Ausnutzung der Tageshelligkeit" und zwecks Angleichung an andere Staaten eingeführt worden. Jetzt ist sie von der EU vorgeschrieben.

120.000 Uhren werden bei der Bahn umgestellt

Die Deutsche Bahn rechnet nach eigenen Angaben damit, dass sich ihre 120.000 Uhren und Zeitsysteme auf Bahnhöfen, in Diensträumen, in Automaten, Informations- und Steuerungsanlagen innerhalb einer Stunde auf die neue Zeit eingestellt haben werden. Auslöser ist das Zeitsignal der PTB, das über einen Langwellensender bei Frankfurt am Main verbreitet wird. Dieses Signal, das auch Funkuhren am Handgelenk und Funkwecker im Haushalt steuert, wird bei der Bahn von rund 2.500 "Mutteruhren" aufgenommen und weiterverbreitet.

Während der Zeitumstellung sind etwa 50 Nachtzüge unterwegs. Diese haben naturgemäß zuerst 60 Minuten Verspätung. Im Fahrplan sind aber ohnehin jeweils längere Aufenthalte auf Unterwegs-Haltebahnhöfen vorgesehen. Diese Pausen fallen in der Nacht auf Sonntag dann eben kürzer aus, so dass fast alle Schlaf- und Liegewagenzüge ihr Ziel pünktlich erreichen.

In den USA ab 4. April

Unterschiedliche Sommerzeitregelungen gibt es in annähernd 70 Staaten. In den USA gilt dieses Jahr vom 4. April bis 31. Oktober Daylight Saving Time (DST), nur Hawaii, der Osten des Staates Indiana und Arizona machen die "Tageslichtbewahrzeit" nicht mit. Auf der südlichen Erdhalbkugel gilt Sommerzeit, wenn auf der Nordhalbkugel Winter herrscht. In Ländern am Äquator und in seiner Nähe hätte eine eigene Sommerzeit keinen Sinn, weil sich dort die Sonneneinstrahlungszeiten im Jahresverlauf kaum ändern.

AP


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