Zoologie Winzig, aber wild


In 13 Metern Tiefe hat eine Forscherin im Westpazifik das kleinste Seepferdchen der Welt entdeckt. Der wilde Winzling ist ein Meister der Tarnung.

Gerade mal so groß wie ein Fingernagel ist die kleinste Seepferdchenart der Welt. Lange hielten Forscher den Winzling für das Jungtier einer anderen Art. Die kanadische Meeresbiologin Sara Lourie identifizierte den 16 Millimetern kleinen Meeresbewohner nun als eigenständige Art, wie das Magazin "National Geographic Deutschland" berichtet.

Gemeinsam mit dem deutschen Fotografen Jörg Adam tauchte die Wissenschaftlerin vor der indonesischen Insel Flores im Westpazifik. In 13 Metern Tiefe entdeckten sie die Tiere, darunter auch ein schwangeres Männchen. Damit fand sie den Beweis, dass es sich um eine eigenständige Art handelt. Bei den Seepferdchen tragen Männchen den Nachwuchs aus.

Sie tauften die Art Hippocampus denise, da der Winzling viel aktiver als seine großen Verwandten ist. Denise bedeutet "wild, ungestüm". Außerdem ist diese Seepferdchenart ein Meister der Tarnung. Sie lebt in den Zweigen von Hornkorallen. Wegen der orangen Farbe und den Knötchen auf dem Körper ist es für Feinde in den Zweigen fast nicht zu erkennen.


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