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Stiftung Warentest - Arztbewertungsportale: Der gläserne Doktor

Patienten können Ärzte im Netz bewerten. Dabei ist viel zu verbessern.

"Abzocker", "ruppige Gynäkologin", "nettester Arzt überhaupt" - drei Beispiele für schimpfende und schwärmende Patienten. Um welchen Mediziner es dabei geht, steht direkt daneben und aller Welt offen. Es genügt ein Klick ins Internet.

Online-Seiten, bei denen Patienten die "Halbgötter in Weiß" öffentlich loben oder tadeln, gibt es in Deutschland seit 2007, die meisten kommerziell. Manche bieten zusätzlich Gesundheitsinformationen, andere ausschließlich Arztbewertungen. Diese erfolgen meist in Form von Schulnoten, Sternen oder anderen Symbolen, abgeleitet aus Fragebögen und garniert mit Kommentaren.

Keine detaillierten Nachfragen

Die Stiftung Warentest hat neun Portale aus Verbrauchersicht angeschaut, ein nichtkommerzielles (arzt-auskunft.de) und acht kommerzielle (docinsider.de, esando.de, imedo.de, jameda.de, medführer.de, onmeda.de, sanego.de, topmedic.de). Demnach gibt es bei den Portalen einiges zu verbessern. Vor allem mangelt es ihnen noch an Arztbewertungen. Das zeigt eine von den Warentestern durchgeführte Stichprobe.

Daneben bereitet vor allem das Bewertungsverfahren Probleme. Bei allen untersuchten Portalen erfolgt die Bewertung anhand von Fragebögen. Die beschäftigen sich meist schlaglichtartig mit Organisation und Ausstattung der Praxis, Service und Personal, Kompetenz des Arztes - teils also ziemlich dehnbaren Begriffen ohne detaillierte Nachfragen. Leicht führt das denn auch zu sehr allgemeinen Ergebnissen.

Übrigens stellen manche Portale recht persönliche Fragen. Dabei geht es um behandelte Krankheiten, Versicherungsart, Alter und Geschlecht. arzt-auskunft.de und onmeda.de wollen Bildungsgrad und Einkommen wissen. Nicht alle Angaben sind bei jedem Anbieter Pflicht - das ist aber nicht immer eindeutig ersichtlich.

Arztbewertung meist nur mit Registrierung

Dass die Portale die Arztbewertung meist nur mit Registrierung erlauben, erscheint dagegen sinnvoll: zum Schutz vor Schmähkritiken und Schummeleien, wie etwa Eigen- und Mehrfachbewertungen. Die Portale treffen auch weitere Vorkehrungen gegen solche Gefahren. Das teilten die Betreiber den Testern bei einer Anbieterbefragung mit.

Nutzer, die nach solchen Erklärungen suchen, stoßen auf ein weiteres Problem: Grundsätzliche Informationen lassen sich auf den Portalen nur schwer finden. Vor allem beschreiben sie nur vereinzelt wirklich genau, wie das Bewertungsverfahren funktioniert und die Gesamtbewertung errechnet wird. Und kein Portal macht vollständige Angaben zur Menge, Herkunft und Aktualität der Arztdaten und -bewertungen.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Beides zusammen, gut gemachte Seiten und viele Bewertungen, dürfte die Portale dem eigenen Anspruch näher bringen: Patienten bei der Arztsuche zu helfen, Medizinern Rückmeldung zu geben und die Augenhöhe von Behandelten und Behandlern anzugleichen.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 03/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
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