HOME

Schutz vor "Rape-Date-Drugs": Nagellack soll vor K.O.-Tropfen warnen

Finger ins Glas, Nägel prüfen, Drink wegschütten: Studenten haben einen Nackellack erfunden, der die Farbe ändert, wenn er mit K.O.-Tropfen in Kontakt kommt. Das soll vor Vergewaltigungen schützen.

Ein spezieller Nagellack könnte Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen.

Ein spezieller Nagellack könnte Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen.

Wer feiern geht, möchte Spaß haben, tanzen und Leute kennenlernen - nicht paranoid seinen Drink anstarren. Leider wird das häufig ausgenutzt: Profis reicht schon ein kurzer Moment der Ablenkung, um K.O.-Tropfen ins Bier oder in den Cocktail zu träufeln. Das Opfer wird bewusstlos und ist sexuellen Übergriffen wehrlos ausgeliefert. In Deutschland werden jedes Jahr hunderte Menschen auf diese Weise gefügig gemacht.

Eine Erfindung aus den USA könnte Frauen künftig vor solchen Angriffen schützen: Eine Gruppe von Studenten der North Carolina State University arbeiten an einem Nagellack, der seine Farbe ändert, wenn er mit sogenannten "Date-Rape-Drugs" wie Rohypnol, Xanax oder Liquid Ecstasy (GHB) in Berührung kommt. "Undercover Nails" heißt die Firma der angehenden Materialwissenschaftler, die schon mehrere Gründerpreise gewonnen hat.

"Obwohl Date-Rape-Drugs häufig verwendet werden, um Frauen für sexuelle Übergriffe gefügig zu machen, gibt es bislang kaum Methoden, um die Substanzen zu detektieren", heißt es auf der Facebook-Seite von "Undercover Nails", die schon rund 35.000 Fans hat. "Unser Ziel ist es, Technologien zu erfinden, die Frauen vor solchen Verbrechen schützen."

Nagellack ist noch nicht marktreif

Ihre Idee ist keineswegs neu: Es gibt schon Gläser und Strohhalme, die im Kontakt mit K.O.-Tropfen ihre Farbe ändern. Das Gute am Nagellack ist aber, dass er sich diskreter einsetzen lässt. Wer seinen eigenen Strohhalm oder gar sein eigenes Glas in die Bar mitbringt, wird womöglich schief angeguckt. Ein kurzes Eintauchen des Fingers fällt kaum auf - und soll angeblich reichen, um eine chemische Reaktion zwischen Nagellack und K.O.-Tropfen auszulösen. Ob das tatsächlich klappt, ist noch nicht klar. Bislang haben die Studenten das Produkt noch nicht zur Marktreife gebracht. Es befindet sich in der Testphase.

Das Geld dürfte zwar reichen: Das Team hat dank der Preise schon ein solides Startkapital. Laut Berichten der "USA Today" bekamen sie zudem 100.000 US-Dollar von einem Investor und Spenden von Menschen, die das Start-up unterstützen wollen.

Die eigentliche Entwicklung dürfte die Studenten aber vor einige Herausforderungen stellen. Schon vor ein paar Jahren hat die Firma Drink Safe Tech Test-Kärtchen erfunden, die K.O.-Tropfen aufspüren sollen. Doch eine Studie zeigte, dass die Tester nur auf zwei von rund 20 Stoffen reagieren, die in Date-Rape-Drugs enthalten sind. Auch war eine recht hohe Konzentration nötig, damit die Tester überhaupt auf die Mittel ansprachen. Außerdem bemerkten die Autoren, dass auch die Zusammensetzung und Konsistenz des Getränks die Reaktion zwischen Tester behindern könne.

Lydia Klöckner
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.