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Übergewicht: Schweres Schicksal?

Gene, Psyche und Erziehung steuern gemeinsam das Gewicht. Allerdings sind wir keine hilflosen Geiseln dieser Einflüsse: Wir können sie überlisten.

Der Vorwurf kommt als blumiges Versprechen daher: Jeder kann schlank werden, säuseln Abnehm-Ratgeber - man muss nur richtig wollen. Heißt zu Deutsch: Iss weniger und versuch's mal mit Sport. Oder noch deutlicher: Warum reißt du dich nicht einfach ein bisschen zusammen?

Wäre die Sache so einfach, würden allerdings nicht Millionen mit ihren Pfunden ringen. Die Buchläden würden keine Diätbücher mehr los, die Lebensmittelindustrie bliebe auf ihren Lightprodukten sitzen.

Zurzeit ist mehr als die Hälfte der Deutschen zu dick. Bei den einen sind es einige Kilo über dem, was Wissenschaftler Normalgewicht nennen. Andere schleppen einen Zentner zu viel herum. Und es zeichnet sich ab, dass dem Massenphänomen mit Diäten und pauschalen Ernährungsratschlägen allein nicht beizukommen ist.

Wissenschaftler arbeiten daher mit Hochdruck daran, das Rätsel der "Fettanziehung" zu entschlüsseln. Übergewicht entsteht durch ein Puzzle aus vielen Faktoren. Natürlich spielen die Lebensgewohnheiten eine große Rolle: Erziehung und die Kultur, in der wir aufwachsen, hinterlassen ihre Spuren auf unserem Speisezettel und auf den Hüften. Wer viel, fett und süß isst und sich dazu wenig bewegt, kann kaum auf eine schlanke Linie hoffen.

Die Evolution hat uns zu Sparschweinen gemacht

Aber woran liegt es eigentlich, dass wir ausgerechnet das lieben, was uns dick macht? Warum packt uns abends vor dem Fernseher kein Heißhunger auf Gurkenscheiben?

Der Grund ist: Der Mensch hat eine natürliche "Veranlagung" zum Dickwerden. Schuld ist die Evolution - sie hat uns zu Sparschweinen gemacht. In unsere Erbanlagen ist ein Programm eingebrannt, das uns darauf trimmt, viel in uns hineinzustopfen und reichlich davon zu speichern. "Genetisch sind wir immer noch Jäger und Sammler. Wir sind an eine Umwelt angepasst, in der Kalorien etwas ganz Wertvolles waren", sagt Hannelore Daniel, Ernährungsphysiologin am Wissenschaftszentrum Weihenstephan bei München. Unsere Vorfahren konnten aufgrund ihrer Fettreserven Hungerzeiten überleben und lange Strecken auf der Suche nach Essen zurücklegen. Dabei waren sie besonders auf energiereiche Nahrung aus: etwa auf süße Früchte und fettes Fleisch.

Inzwischen haben wir unsere Umwelt drastisch verändert: Es fing damit an, dass der Mensch Getreide anbaute, Tiere züchtete und Vorräte anlegte. Und es endet damit, dass man sich heute an jeder Ecke mit Pommes frites, Grillhähnchen, Schokoriegeln oder Softdrinks eindecken kann.

Die Vorliebe für Süßes und Fettes haben wir behalten: Chips und Schokolade machen die meisten von uns mehr an als Möhrensticks. Aber wir müssen uns für unser Essen kaum noch bewegen. Allenfalls noch den Finger rühren, um die Nummer vom Pizzaservice zu wählen. Das genetische Sparprogramm von vorgestern schlägt wie ein Bumerang zurück: Wer als Jäger und Sammler perfekt angepasst gewesen wäre, wird heute fett.

Nicht jeder hat alle Spar-Gene

Allerdings sind Menschen keine Klone. Jeder von uns lebt mit seiner individuellen genetischen Ausstattung: Nicht alle erben mit ihren Chromosomen das "volle Programm" der Spar-Gene. Das erklärt zum Teil, warum es Dünne gibt, die folgenlos naschen können, was sie wollen, während andere schnell ansetzen. Oder warum es Familien mit dicken und dünnen Kindern gibt. Viele Menschen haben von Geburt an eine stärkere Veranlagung zur Gewichtszunahme. Wie Rennpferde mit Handicap, die bleibepackt von der Startlinie losrennen, müssen sie sich wesentlich mehr abstrampeln als andere, um das Ziel Normalgewicht zu erreichen.

Eine schreiende Ungerechtigkeit, die Carmen Schnitzer schon als junges Mädchen geärgert hat. Immer dann, wenn sich die Münchnerin im Kreise ihrer barbieschlanken Freundinnen dick fühlte. Dabei schlug sie gar nicht übermäßig zu beim Essen: keine Süßigkeiten zwischendurch, keine Riesenportionen am Mittagstisch. Trotzdem schlichen sich nach und nach die Pfunde auf die Hüften. Extrem dick findet sich die 29-Jährige mit 73 Kilo bei 1,68 Metern zwar nicht, aber sie hat beim Essen ständig das ungute Gefühl, "aufpassen" zu müssen. So wie alle Frauen in ihrer Familie: "Einige hatten auch mal schlanke Phasen, mussten sich dafür aber immer total kasteien."

Jeder fünfte Erwachsene hat Übergewicht

Mediziner kennen Patienten, die ständig kämpfen müssen. Annette Grüters-Kieslich leitet das sozialpädiatrische Zentrum der Berliner Charité und betreut dort übergewichtige Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit Eltern und Kindern untersucht sie, wie in den Familien gegessen und gekocht wird, und ist oft überrascht: "Wir sehen bei uns dicke Kinder, die sich wirklich Mühe geben: Die essen nicht maßlos und auch nicht nur Fast Food - aber sie werden trotzdem dick!" Für Grüters-Kieslich ein Hinweis auf einen stärkeren Einfluss der Gene.

Für Ärzte und Forscher ist starkes Übergewicht kein ästhetisches, sondern ein gesundheitliches Problem, das sich wissenschaftlich messen lässt: mit dem so genannten Body-Mass-Index, dem Verhältnis von Gewicht (in Kilogramm) zu Größe (Meter zum Quadrat). Etwa 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gelten als adipös oder stark übergewichtig. Sie haben einen BMI von 30 und mehr. Das entspricht zum Beispiel einem 1,80 Meter großen Mann, der 100 Kilo wiegt, oder einer 1,65 Meter großen Frau von 85 Kilo.

"Erfahrungsgemäß scheitert mehr als die Hälfte der stark Übergewichtigen mit Diäten auf eigene Faust. Diesen Patienten kann nur mit einer professionellen Ernährungstherapie geholfen werden", sagt Alfred Wirth, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. Doch in den meisten Fällen lassen sich die Pfunde mit eigenen Änderungen des Lebensstils im Zaum halten. Denn "die Gene legen zwar fest, wie anfällig jemand für Übergewicht ist - aber die Umwelt bestimmt, ob er tatsächlich dick wird", sagt Joachim Westenhöfer, Ernährungspsychologe an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Gänzlich verstanden sind alle Funktionen der Dickmacher-Gene noch lange nicht. Doch ihren Einfluss schätzen Forscher als erheblich ein: Ob jemand schlank ist oder rund, soll zu 60 bis 70 Prozent an seinen Genen liegen. Innerhalb des Erbgutes suchen Wissenschaftler nun nach speziellen Genvarianten, die das Körpergewicht beeinflussen.

Etwa 200 solcher "Problemzonen" sind bereits identifiziert: Genvarianten, die mit Übergewicht und seinen Folgekrankheiten wie Diabetes in Verbindung stehen. Einige beeinträchtigen das Hungergefühl, andere den Fettstoffwechsel und den Energieverbrauch des Körpers. Wer solche Mutationen besitzt, läuft eher Gefahr aus dem Leim zu gehen als andere Menschen.

Forscher suchen Mittel gegen die Fettsucht

Schon 1994 glaubten Wissenschaftler an einen Durchbruch bei der Erforschung von Übergewicht: Der Amerikaner Jeffrey Friedman hatte Mäuse mit einer bestimmten Genvariante gefunden, die ungehemmt fraßen und dabei aufgingen wie Hefeteilchen. Friedman taufte seine Entdeckung "ob-Gen" ("ob" von "obesity", englisch für Fettsucht).

Die verfressenen Versuchstiere konnten in ihren Fettzellen kein Leptin bilden, ein Eiweiß, das dem Gehirn Sättigung signalisieren soll. Spritzte man diesen Mäusen Leptin ins Blut, drosselte das ihren Appetit, und sie nahmen ab. Ein Medikament gegen Übergewicht schien möglich. Doch der Verschlankungseffekt blieb bei Menschen aus: Die meisten Übergewichtigen bilden nämlich sehr wohl Leptin, scheinen aber gegen seine Wirkung resistent zu sein - und essen weiter.

Aussichtsreicher erscheint derzeit die Erforschung des Gens für den "Melanocortin-4-Rezeptor". Der bildet eine Art Schloss für den Schlüssel Melanocortin, einen Eiweißstoff. Passt der Schlüssel, leitet der Rezeptor Botschaften an das Gehirn weiter, etwa "Satt!" oder "Mehr Energie verbrauchen!". Durch bestimmte Genmutationen passt aber der Schlüssel nicht mehr ins Schloss. Die Befehlskette wird gestört - was doppelt fatal ist: Der Appetit steigt, und der Körper verbraucht außerdem noch weniger Energie.

Der Kieler Molekularbiologe Frank Döring erforscht die Varianten eines anderen, ebenfalls einflussreichen Gens, des PPAR-Gens: "Das ist eine Art Master-Schalter im Körper: Eine bestimmte Mutation legt Gene still, die sonst die Fettverbrennung ankurbeln. Das entscheidet, ob jemand viel oder wenig Fett verbrennen kann." Mutationen in diesem Abschnitt des Erbguts könnten mitentscheiden, für wen es sich "lohnt", Sport zu treiben, vermutet Döring. Nicht jeder ist nämlich zum Athleten geboren: Manche erzielen auch bei regelmäßigem Training kaum einen Erfolg, andere stählen ihren Körper schon mit wenigen Workouts.

Übrigens ist auch der Genuss, den jemand bei seinen Mahlzeiten empfindet, genetisch beeinflusst: Die kugeligen Geschmacksknospen auf der Zunge reagieren bei jedem anders. So fanden Forscher heraus, dass Menschen, die besonders sensibel Bitteres schmecken können, häufig Gemüse verabscheuen und dafür Süßes lieben. Eine natürliche Veranlagung, die das Risiko erhöht, dick zu werden.

Was der Bauer nicht kennt...

Selbst Genetiker glauben allerdings nicht, dass alle Übergewichtigen ihrem Erbgut hilflos ausgeliefert sind. Für Frank Döring hat das Verhalten einen großen Einfluss auf das Körpergewicht: "Die Übergänge sind fließend. Es gibt auf der einen Seite die "genetisch Dicken": Bei denen ist eine einzige Genmutation am Übergewicht schuld. Das ist aber selten. Dann gibt es Leute, bei denen spielt vor allem das Verhalten eine Rolle. Und dann gibt es viele Schattierungen dazwischen. Das sind Patienten, bei denen mehrere Mutationen zusammen mit dem Lebensstil das Gewicht bestimmen."

Was wir essen und wie viel wir wiegen, hängt zum Beispiel in hohem Maße davon ab, was uns die Eltern anerzogen haben. Eine neue Untersuchung der Universität von Arizona belegt - wie viele andere Studien zuvor -, dass Kinder aus Familien mit ungesundem Lebensstil ein deutlich höheres Risiko haben, dick zu werden. Eindeutig negativ schlug zu Buche, wenn die Eltern nicht darauf achteten, was die Kleinen aßen, oder sie ohne Frühstück in die Schule schickten. Stundenlanges Fernsehen und Computerspiele drückten zusätzlich auf die Waage.

Verhaltensforscher glauben, dass bei Neugeborenen noch in erster Linie Hunger und Sättigung steuern, wie viel die Babys zu sich nehmen. Doch schon nach dem Abstillen lernen Kinder nach und nach, was sie mögen und was nicht - zum Teil nach dem simplen "Bauern-Prinzip": Gewohntes wird mit der Zeit akzeptiert, Unbekanntes eher verschmäht. Kinder von Müttern, die keine Äpfel essen, lassen die Früchte mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls links liegen.

Essen als Trost ist anerzogen

Wissenschaftler vergleichen die Geschmacksbildung mit dem Erwerb der Muttersprache: Wir können von Geburt an Laute formen und eben auch schmecken. Welche Sprache wir aber lernen und welche Esskultur wir entwickeln, entscheidet sich erst im Laufe unseres Lebens. So wachsen Kinder in einer bestimmten Geschmacksheimat auf, bestimmt von der Familie und auch von der Kulturregion, in der sie aufwachsen. In unseren Breiten gehört zum Beispiel das Frühstücksbrötchen mit Marmelade dazu und die "Drei-Komponenten-Mittagsmahlzeit" mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch.

Die Erziehung bestimmt auch, welche psychologische Funktion Essen haben kann: Werden Kinder oft mit Nahrung - speziell Süßigkeiten - getröstet, belohnt oder beruhigt, verlernen sie es, Hunger und Sättigung richtig zu erkennen. Aber sie verstehen schon früh, dass sie sich nach Anstrengung oder Ärger durch Essen Erleichterung verschaffen können.

Und wer im Laufe seines Lebens verinnerlicht hat, dass er sich beim Essen mäßigen muss, weil böse Kalorien sofort Fettrollen produzieren, erreicht oft das Gegenteil: Testpersonen, die sich beim Essen ständig zusammenreißen, sind besonders anfällig für Fressattacken. Vor allem Gefühle wie Freude oder Frust lassen sie mehr zulangen als Menschen mit entspanntem Verhältnis zu ihrem Teller.

Stress lässt den Stoffwechsel entgleisen

Ein wichtiger Umweltfaktor, der sich zusätzlich aufs Gewicht auswirkt, ist offenbar Stress - so eine neue Theorie des Lübecker Mediziners Achim Peters. Er argumentiert, dass unser Stoffwechsel im Laufe des Lebens durch Druck von außen entgleisen kann.

Peters hat die Theorie vom "Egoistischen Gehirn" (englisch: "Selfish Brain") aufgestellt: Danach ist das Gehirn die oberste Schaltstelle im Körper, die Energie - in Form von Zucker oder Fett - verteilt. Dabei achtet das gefräßige Organ immer darauf, sich beim Zucker zuerst selbst zu bedienen, dann kommen andere Körperteile wie Muskeln und Fettgewebe dran.

Dabei hat das Gehirn zwei Möglichkeiten, sich zu versorgen: Entweder es leitet vorhandene Nährstoffreserven in Form von Zucker und Fett zu sich um. Oder es gibt das Signal, mehr zu essen. "Normalerweise sind Umleitung und Essen im Gleichgewicht. Aber diese Balance kann entgleisen, zum Beispiel durch Dauerstress. Die Fettdepots werden dann gar nicht erst angegriffen. Stattdessen geht ein Ersatzbefehl raus: Hunger!"

Kalorienbomben sind "comfort food"

Die Ergebnisse von Peters decken sich mit Forschungen aus Amerika: An der Universität von Kalifornien in San Francisco beobachtete Mary Dallman, dass Ratten unter Stress gezielt Kalorienbomben wie Zucker und Fett fraßen. "Comfort food", tröstendes Futter, nannte die Forscherin ihre Entdeckung, durch die sich Peters bestätigt sieht: "Es war, als hätten diese Rattenhirne nach Zucker 'geschrien' ": Das Stresssystem unseres Körpers scheint im Dienste der Zuckerbeschaffung für das Gehirn zu stehen."

In unserem Alltag, wo Stress durch Streit mit dem Chef oder Partner ausgelöst werden kann, löst ständiges Naschen leider keine Probleme, sondern dämpft sie nur - ähnlich wie Alkohol. "Essen stellt dann nur eine Scheinlösung dar. Ich leide unter Stress, esse eine reichhaltige Mahlzeit und stelle fest: Ich fühle mich gut, weil der Zucker beruhigend auf meine Stress-Sensoren wirkt. Das Grundproblem, die Ursache für den Stress, bleibt zwar - aber mir geht es besser", fasst Peters das Dilemma zusammen.

Im Gegensatz zu unseren Genen lässt sich ein so aus dem Tritt geratener Stoffwechsel aber korrigieren. Das Gehirn kann sozusagen umgeschult werden: Sein Besitzer muss lernen, mit den Ursachen des Stresses umzugehen, er muss seine Stressreaktion trainieren, statt sich Erleichterung durch Essen zu verschaffen.

Aus dicken Kindern werden dicke Erwachsene

Was bringen nun all die neuen Erkenntnisse jemandem, der es einfach nicht schafft abzunehmen? Bei den meisten Menschen lässt es sich leider nicht eindeutig klären, wie stark ihre individuellen Gene oder ihr gelerntes Essverhalten zu Buche schlagen. Ein Gentest untersucht zum Beispiel nur wenige aus einer Vielzahl von Genen. Aufschlussreicher ist der simple Blick in die Vergangenheit: Bei Menschen, die schon als Kinder sehr dick waren, ist zu vermuten, dass an ihrem Übergewicht eher die Gene schuld sind.

Normalerweise sind viele Kinder im ersten Lebensjahr moppelig. Dann lernen sie laufen, der Babyspeck verliert sich. Erst ab dem achten Lebensjahr setzt der Kinderkörper nach und nach wieder an. Bei dick veranlagten Kindern passiert diese Umkehr wahrscheinlich früher. Annette Grüters-Kieslich von der Berliner Charité verweist auf Daten einer Berliner und einer Leipziger Studie mit insgesamt mehreren tausend Kindern. Dabei entdeckten die Forscher eine Art Altersschwelle: "Wenn ein Kind schon ab dem vierten Lebensjahr dick wird, hat es ein hohes Risiko, später ein dicker Erwachsener zu werden."

Eltern, die so etwas bemerken, sollten rechtzeitig gegensteuern und zum Beispiel den Gang in eine Ernährungssprechstunde erwägen. Und täglich kontrollieren, was die Sprösslinge essen, statt ihnen zum Beispiel Geld für Snacks mit in die Schule zu geben.

Auch als Erwachsener mit familiärer Vorbelastung ist es nie zu spät. Ernährungspsychologen sagen: Was man als Kind oder später an schlechtem Essverhalten gelernt hat, kann man sich bis zu einem gewissen Grad wieder abgewöhnen, zum Beispiel den Drang, sich mit Essen zu entschädigen. Verhaltenstherapeuten motivieren Übergewichtige, sich mit gutem Gewissen selbst zu belohnen - nur eben nicht am Kühlschrank.

Wer Kalorien sparen will, sollte nicht gleich auf Lieblingsspeisen verzichten. Das ist langfristig nur schwer durchzuhalten. Leichter ist es, jene Vielzahl kleiner Kalorienbomben zu ersetzen, von denen man gar nicht gedacht hätte, dass sie dick machen. Wenn Sie sich dazu entschließen, sollten Sie schon Ihre Einkäufe generalstabsmäßig planen. Neben einem verbind- lichen Einkaufszettel ist dabei eine solide Grundlage im Magen hilfreich: Wer seinen Wagen satt durch den Supermarkt schiebt, kauft erfahrungsgemäß weniger als ein Kunde mit knurrendem Magen.

In die Mottenkiste gehören auf jeden Fall die Moralvorstellungen von allen Dicken als hemmungslosen Vielfraßen. Wer zum Dickwerden neigt, ist eben nicht immer schwach, sondern besitzt ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Futterprogramm, das früher einmal ganz praktisch fürs Überleben war.

Nicole Heissmann / print
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.