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UN-Bericht Autonome Drohne greift erstmals Menschen ohne Befehl an

Sehen Sie im Video: Autonome Drohne greift erstmals Menschen ohne Befehl an.




Es erinnert an Schreckensvisionen aus Filmen wie „Terminator“: Laut einem Bericht der Vereinten Nationen könnten Militärdrohnen zum ersten Mal selbsttätig Menschen angegriffen haben. Im März vergangenen Jahres soll bei Zusammenstößen in Libyen ein tödlich bewaffneter Quadcopter ein menschliches Ziel gejagt haben. Die Anweisung dazu hatte ihm Niemand erteilt. Die in der Türkei gebaute KARGU-2 ist eine tödliche Angriffsdrohne, die für asymmetrische Kriegsführung und Anti-Terror-Operationen entwickelt wurde. Beim Aufprall kann sie zur Detonation gebracht werden. In dem Bericht des Expertengremiums des UN-Sicherheitsrats für Libyen kam die Drohne im Konflikt zwischen libyschen Regierungstruppen und der libyschen Nationalarmee von Khalifa Haftar zum Einsatz, heißt es. Sie operierte in einem autonomen Modus, der keine menschliche Steuerung erfordert. Dabei jagte sie einen von Haftars Soldaten, als dieser versuchte, sich zurückzuziehen. Die vollständigen Details wurden nicht veröffentlicht - und es sei unklar, ob es bei dem Ereignis Opfer gab. Dies sei wahrscheinlich das erste Mal, dass Drohnen Menschen ohne Anweisung angegriffen hätten - zitiert der „New Scientist“ den UN-Report. Vollautonome Waffen werden derzeit von Nationen wie China, Israel, Südkorea, Russland, dem Vereinigten Königreich und den USA entwickelt. Experten sind alarmiert: Die Organisation Human Rights Watch fordert eine dringende Regulierung der sogenannten „Killerroboter“.
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Eine Drohne soll erstmals einen fliehenden Soldaten angegriffen haben, ohne dass es einen menschlichen Befehl dafür gab. Das geht aus einem UN-Bericht hervor. 

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