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Colorado: Vier Tote bei Schießereien

Bei zwei Amokläufen vor kirchlichen Einrichtungen im US-Bundesstaat Colorado sind vier Menschen ums Leben gekommen. In Denver tötete ein Unbekannter zwei angehende Missionare. Einige Stunden später schoss ein Mann in Colorado Springs vor einer Kirche auf Gläubige.

Im US-Bundesstaat Colorado sind am Sonntag in zwei kirchlichen Einrichtungen insgesamt vier Menschen durch Schüsse getötet worden. In einem Vorort von Denver hatte ein Unbekannter am Sonntag in den frühen Morgenstunden zwei junge angehende christliche Missionare erschossen, nachdem ihm ein Schlafplatz in dem Heim verweigert worden war. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Nach der Tat war der Schütze geflohen.

Stunden später eröffnete ein Mann auf dem Parkplatz einer Kirche im gut 100 Kilometer entfernten Colorado Springs das Feuer auf Gläubige. Ein Mensch starb, vier weitere wurden verletzt, bevor ein Wachmann den Schützen tötete. Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Tat in Denver gebe es zunächst nicht, sagte ein Polizist in Colorado Springs dem US-Sender CNN. Auszuschließen sei es aber nicht, dass es sich in beiden Fällen um denselben Täter handele.

Täter nach Schießerei getötet

Zum Zeitpunkt des Schusswechsels befanden sich nach Angaben des Pastors der New Life Church in Colorado Spings, Brady Boyd, rund 7000 Gläubige in dem riesigen Gemeindehaus. "Viele, viele Leben wurden in unserer Kirche durch die schnelle Reaktion einiger engagierter Helfer gerettet", sagte er CNN. Nach Polizeiangaben wurde der Täter auf dem Parkplatz vom Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma erschossen, nachdem er das Feuer auf Besucher der Kirche eröffnet hatte. Hinweise auf ein mögliches Motiv des Mannes lagen zunächst nicht vor.

Einige der Verletzten schwebten nach Angaben des Polizeichefs von Colorado Springs, Richard Myers, in der Nacht noch in lebensbedrohlichem Zustand. Außerdem seien in der Kirche "verdächtige Gegenstände" gefunden worden. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Ein Sprecher der Polizeibehörde teilte mit, dass man die Ankunft von Ermittlern aus Denver erwarte, um einen möglichen Zusammenhang der beiden Bluttaten abklären zu können.

DPA / DPA
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