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NFL-Streit Trump legt nach und wettert gegen US-Sportler

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Lieblingsfeind im Visier: die National Football League, NFL.
 
"Die Einschaltquoten der NFL sind stark zurückgegangen. Die Leute schalten nur zum Beginn des Spieles ein, weil sie sehen wollen, ob etwas Verächtliches über unser Land gezeigt wird".
 
Trump kritisierte in den vergangenen Tagen Spieler, die sich während des Abspielens der Nationalhymne auf den Boden knieten. Damit wollen sie ein Zeichen gegen Rassismus setzen.


Colin Kaepernick begann diese Form des Protests 2016. Damals protestierte er damit gegen Polizeigewalt und die soziale Ungerechtigkeit in den USA.
 
Damit stieß der Sportler sowohl auf Abwehr als auf Unterstützung. In den vergangenen Tagen schlossen sich ihm immer mehr Sportler an, auch weil Trump dieses Verhalten missbilligte.
 
Der US-Präsident zieht nun neue Geschütze auf und fordert die NFL auf, die knienden Spieler zu entlassen.  
 
"Wenn ein(e) Spieler(in) das Privileg genießen will, in der NFL oder in einer anderen Liga Millionen zu verdienen, dann sollte es ihr oder ihm verboten sein, die amerikanische Flagge (unser Land) respektlos zu behandeln, und sie sollten bei der Nationalhymne aufstehen. Wenn nicht, werden sie gefeuert! Sie sollen sich etwas Anderes suchen!"
 
 
Die Kommentare des Staatschefs lösen massiven Widerstand aus. Sie bewirken vor allem eins: NFL-Teambesitzer und Spieler knien oder stehen Arm in Arm während der Nationalhymnen überall im Land.
 
Eine Reporterin fragt Trump, ob er nicht glaube, dass seine Kommentare Rassismus befördern würden. Seine Antwort:
 
"Es geht dabei nicht um Rasse. Ich habe nie über Rasse gesprochen. Es hat nichts mit Rasse oder etwas ähnlichem zu tun. Es geht um Respekt vor unserem Land und Respekt vor unserer Flagge."
 
Auch die Teams anderer Sportarten melden sich zu Wort. Die NBA-Sieger, das Team der "Golden State Warriors", werden das Weiße Haus nicht besuchen – obwohl das Treffen mit dem US-Präsidenten eine Tradition ist. 
 
Und auch im Baseball schließen sich die Spieler dem Protest an: Hier kniet der Profispieler Bruce Maxwell am Anfang eines Spieles.
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Donald Trump kritisiert Spieler, die sich während der Nationalhymne auf den Boden knien. Die Kommentare des Staatschefs lösen massiven Widerstand aus. Sie bewirken vor allem eins: NFL-Teambesitzer und Spieler halten nun mehr zusammen.

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