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Gouverneurswahlen: Umfrageeinbruch für "Arnie"

Nachdem Schwarzenegger in Umfragen deutlich hinter seinen Widersacher Cruz Bustamente zurückgefallen war, gewinnt der Wahlkampf um das Gouverneursamt in Kalifornien an Schärfe.

Der Wahlkampf um das Gouverneursamt in Kalifornien gewinnt an Schärfe: Nachdem Arnold Schwarzenegger in Umfragen deutlich hinter seinen demokratischen Widersacher Cruz Bustamente zurückgefallen war, attackierte der Hollywood-Star den stellvertretenden Gouverneur am Montag erstmals in mehreren Radiosendungen. "Bustamente ist genau wie (Amtsinhaber) Gray Davis, nur mit Geheimratsecken und Schnurrbart", sagte Schwarzenegger in der "Roger Hedgecock Show". "Es ist die gleiche Person, die gleiche Philosophie."

Wahlentscheidung am 7. Oktober

Am 7. Oktober können die Wähler zunächst über eine Fortsetzung der Arbeit des derzeitigen demokratischen Gouverneurs Davis entscheiden. Seine Abwahl gilt als sicher, 135 Kandidaten bewerben sich um seine Nachfolge.

Berater von Bustamente, dem aussichtsreichsten Kandidaten der Demokraten, wiesen Schwarzeneggers Attacke zurück. Der gebürtige Österreicher sei nicht fair und ehrlich, sagte Richie Ross. Schwarzenegger lasse sich vom früheren Gouverneur Pete Wilson beraten, der für die umfangreichsten Steuererhöhungen in der Geschichte Kaliforniens verantwortlich sei.

Republikaner machen sich gegenseitig Probleme

In der Erhebung der "Los Angeles Times" vom Wochenende sprachen sich 35 Prozent für Bustamante aus, nur 22 Prozent befürworteten eine Wahl Schwarzeneggers. Republikanische Parteiführer plädierten am Montag dafür, das eigene Kandidatenfeld zu verkleinern, um Schwarzeneggers Chancen zu erhöhen. Schwarzenegger sagte dazu in der Radiosendung: "Mathematisch gesehen wäre es wesentlich besser, sie würden aufgeben." Die republikanischen Politiker Tom McClintock und Peter Ueberroth erklärten, sie wollten an ihrer Kandidatur festhalten.

Weitere prominente Hilfe erhielt Schwarzenegger derweil aus dem US-Staat New York. Der dortige Gouverneur George Pataki signalisierte seine Unterstützung. Ein Vertrauter des früheren Bürgermeisters Rudolph Giuliani sagte, auch Giuliani befürworte wahrscheinlich die Kandidatur des Schauspielers.