PAKISTAN Ein Toter bei anti-amerikanischen Protesten


Bei anti-amerikanischen Protesten in Pakistan ist Polizeiangaben zufolge ein Mensch getötet worden. Mehrere wurden verletzt. Die Demonstranten hatten versucht, auf einen vom US-Militär genutzten Flughafen vorzudringen.

Bei anti-amerikanischen Protesten im Süden Pakistans hat die Polizei Augenzeugen zufolge das Feuer auf Demonstranten eröffnet und einen Menschen getötet. Die Demonstranten hatten sich in der Stadt Jacobabad versammelt und versuchten, zum Flughafen zu marschieren, auf dem die USA Truppen stationiert haben. Die Menschen hätten Steine auf Polizisten geworfen, die sie aufzuhalten versuchten, sagten Augenzeugen. Mindestens zwölf Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Polizeiangaben zufolge wurden 500 Personen festgenommen.

Aufruf zur Besetzung des Flughafens

Mehrere Anführer radikaler moslemischer Gruppen hatten dazu aufgerufen, den Flughafen von Jacobabad zu besetzen. Am Sonntag sammelten sich zwischen 4000 und 5000 Menschen in mehreren Gruppen in der Stadt und bewarfen die Polizisten, die ihnen den Weg zum Flughafen versperrten, mit Steinen. Die Militärregierung von General Pervez Musharraf hatte sich bereit erklärt, die USA im Kampf gegen die radikal-islamische Taliban-Regierung des Nachbarlandes Afghanistan zu unterstützen.

Angeblich 500 Personen festgenommen

Die Sicherheitskräfte hatten etwa 3000 Mann aus Polizei, Armee und paramilitärischen Einheiten in und um Jakobabad herum stationiert, um Menschen daran zu hindern, an den Demonstrationen teilzunehmen. Der Polizeichef der Stadt sagte vor Journalisten, die Regierung habe angeordnet, bei Demonstrationen strikt durchzugreifen. »Wir haben seit dem Morgen 500 Personen festgenommen und werden jede Maßnahme ergreifen, um für Recht und Ordnung in der Stadt zu sorgen,« sagte ein Polizeisprecher.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker