Marmarameer

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Video: Dardanellen wegen Waldbränden in der Türkei gesperrt

Video Dardanellen wegen Waldbränden in der Türkei gesperrt

STORY: Anhaltende Waldbrände in der Türkei haben am Dienstag zur Sperrung der Dardanellen geführt. Die Wasserstraße liegt zwischen der Ägäis und dem Marmarameer und verbindet damit das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer. Der Schiffsverkehr sei in beide Richtungen eingestellt worden, damit Löschflugzeuge zur Bekämpfung des Waldbrands sicher Wasser entnehmen könnten, erklärte die Reederei Tribeca. Betroffen seien 15 nordwärts und 19 südwärts fahrende Schiffe. Größere Schiffe müssten bis Mittwochmorgen auf die Durchfahrt warten, um die Meerenge bei Tageslicht passieren zu können. Die Brände lodern in der Provinz Canakkale. Laut Angaben des Landwirtschafts- und Forstministeriums mussten sechs Dörfer evakuiert werden. Mehrere Häuser gingen in Flammen auf.
Der braune Schleimteppich bedeckt seit Wochen Teile des Marmarameeres.

Verschmutzung in der Türkei Kampf gegen den "Seerotz": Was der braune Schleim anrichtet – und wie die Regierung reagiert

Sehen Sie im Video: "Seerotz" in der Türkei: Was der braune Schleim anrichtet – und wie die Regierung reagiert.






„Seerotz“ vor Istanbul an der türkischen Küste.


Der braune Schleimteppich bedeckt seit Wochen Teile des Marmarameeres.


Das Phänomen ist auf pflanzliche Organismen im Meer zurückzuführen.


Klimawandel und Umweltverschmutzung begünstigen das Wachstum der Algen.


Barrieren- und Säuberungs-Boote sollen dabei helfen, die Ausbreitung des Schleims einzudämmen.


Für das Ökosystem stellt der „Seerotz“ eine Gefahr dar: Der Schleimteppich blockiert das Sonnenlicht und entzieht der Meeresflora und -fauna den Sauerstoff.


Auch für die Fischerei stellt der Schleimteppich ein Problem dar.


Netze können nicht ausgeworfen werden, weil sie sonst unbrauchbar werden.


Die türkische Regierung will mit einem 22-Punkte-Programm gegensteuern. Große Teile des Meeres sollen als Schutzgebiet ausgewiesen werden. Außerdem soll der Ausbau von Kläranlagen gefördert werden.
Gefährliche Plage: Merkwürdiger Meeres-Schleim überschwemmt Urlaubsregion – Minister ruft zu Hilfe auf

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Malaise am Marmarameer: Eine Plage von sogenanntem "Meeres-Schleim" bedroht das Meer hier südlich von Istanbul, der größten Stadt derTürkei. Diese gräulich-schleimige Schicht aus organischer Substanz bedroht sowohl das Meeresleben als auch die Fischerei-Wirtschaft in der Region. Häfen, Küsten und weite Teile des Meerwassers wurden von der zähflüssigen, gräulichen Substanz bedeckt, die teilweise auch unter die Wellen gesunken ist und das Leben auf dem Meeresboden erstickt. Der türkische Umweltminister Murat Kurum rief auf, an der – wie er es nannte – "größten Aufräumaktion im Meer" teilzunehmen, die am Dienstag beginnen sollte. Der Minister sagte: O-Ton: "Wir werden das Marmarameer unter Schutz stellen. Wir werden in drei Jahren alle notwendigen Schritte unternehmen und alle Projekte realisieren, die nicht nur die Gegenwart, sondern hoffentlich auch die Zukunft des Marmarameeres retten werden." Kurum sagte, man wolle den Stickstoffgehalt im Meer um 40% verringern. Aus der Wissenschaft heißt es, wachsende Umweltverschmutzung trage zur Ausbreitung der organischen Substanzen bei und verschärfe hier den Klimawandel. Der ungeliebte Meeres-Schleim enthalte eine Vielzahl von Mikroorganismen und gedeihe vor allem, wenn nährstoffreiche Abwässer ins Meer fließen.