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BUNDESWEHR: Wo, bitte, geht's zur Marine?

Umringt von Journalisten schreitet Janna Homann als erste am salutierenden Wachhabenden vorbei. Die 19-jährige Abiturientin ist in Plön angekommen, auf dem Gelände der Unteroffiziersschule der Marine, als eine von 36 Offizieranwärterinnen.

Umringt von Dutzenden Journalisten schreitet Janna Homann am Montag in Plön als erste am Schlagbaum und am salutierenden Wachhabenden vorbei auf das Gelände der Unteroffiziersschule der Marine. Die 19-Jährige aus Osterholz-Scharmbeck ist in Plön eine von 36 Offizieranwärterinnen und will Luft- und Raumfahrttechnik bei der Bundeswehr studieren. Zum Bund gehe sie mit einem guten Gefühl: »Ich glaube nicht, dass es leicht wird. Aber bestimmt sehr interessant.« Auch die Eltern, die ihre Tochter erst am Schlagbaum verabschieden, haben keine Bedenken. »Das passt zu ihr«, sagt Mutter Gabriele, »ehrgeizig war sie schon immer«. Der Großvater sei selbst Marineoffizier gewesen. »Sie weiß, was es für die Familie heißt. Ich habe ihre Entscheidung akzeptiert«. Für Vater Winfried, selbst seinerzeit ausgemustert, ist es »längst völlig normal«, dass Frauen die Männerbastionen stürmen.

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Frau General, übernehmen Sie!

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Noch in T-Shirts und Jeans genießen die meisten Frauen, die mit 19 gerade das Abitur hinter sich haben, die einstweilige Zurückhaltung der Ausbilder. Unterschiede würden ab morgen aber nicht gemacht, betont Kapitän zur See Wolfgang Brasack. »Wir stellen an die Frauen dieselben Anforderungen wie an die Männer«, sagt der Schulkommandeur. »Für uns gilt der Crewgedanke. Frauen und Männer werden gemeinsam ausgebildet, Vergünstigungen gibt es für keine Seite.«

Keine besonderen Probleme erwartet

Besondere Probleme durch das Zusammenleben mit den Frauen erwartet Brasack nicht. »Die Erfahrungen mit den Sanitäterinnen hat in 25 Jahren gezeigt, dass die gemeinsame Ausbildung möglich ist.« Zudem könnten eine von allen Rekruten gewählte Vertrauensperson und eine Frauenbeauftragte etwaige Probleme lösen. Mit denen kann zum Beispiel der Erziehungsurlaub besprochen werden, den die Bundeswehr »selbstverständlich ermöglicht«.

Zwei der Ausbilder sind weiblich: Sanitäts-Unteroffiziere mit der Anrede »Frau Oberbootsmann«. Die Dienstgrade bleiben, wie schon bei den Sanitäterinnen, auch bei den Truppenoffizieren einheitlich. Die Offizieranwärterinnen fangen als »Frau Matrose (OA)« an, eine Oberbootsfrau wird es ebenso wenig geben wie eine Hauptfrau oder eine Generalin. Eine »Frau General« ist übrigens seit Jahren Routine. Die Ärztin Verena von Weymarn trägt Generalsgold und wird demnächst Chefärztin des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses in Koblenz.

Brasack rechnet nicht damit, dass Frauen den Dienst wegen einer harten Ausbildung oder der Lebensverhältnisse quittieren. »Allerdings haben die meisten Frauen die Möglichkeit, innerhalb der ersten sechs Monate auszusteigen und einen zivilen Beruf

zu wählen», sagt der Schul-Kommandeur. Er rechne jedoch nicht mit vielen Abbrechern. «Wer sich einmal dafür entschieden hat und die ersten Tests überstanden hat, der will Offizier werden.»

Bewerberinnen sind »gut und ehrgeizig«

»Unsere Bewerberinnen sind gut und ehrgeizig«, sagt Korvettenkapitän Johannes Dumrese. »Wir konkurrieren hier mit Mercedes und Siemens um die Besten eines Jahrganges.« Wenn die Frauen an die beiden Universitäten der Bundeswehr gehen, um Politik, Physik oder Wirtschaft zu studieren, bleiben nur gut drei Jahre, um ein komplettes Studium zu absolvieren. Nur zwei der Bewerberinnen werden nicht studieren: Die künftigen Tornado-Pilotinnen werden zum großen Teil in den USA ausgebildet.

Mindestens sechs Jahre werden allerdings noch vergehen, bis nach Ausbildung und Studium die erste Frau tatsächlich als Offizier in den Truppendienst geht. Kommandeur Brasack ist sich klar: »Wenn es ganz, ganz fix geht, sitzt die erste Frau in gut 20 Jahren auf meinem Stuhl. Mindestens.«

Einheitlichkeit bei den Dienstgraden

An den Dienstgraden der Bundeswehr wird sich auch mit Frauen als Truppenoffizieren nichts ändern. Eine »Hauptfrau« als Kompaniechefin wird es ebenso wenig geben wie eine »Oberbootsfrau«. Im täglichen Sprachgebrauch wird lediglich der übliche Dienstgrad mit der weiblichen Anrede versehen. So wird die »Frau Hauptmann« ebenso normal sein wie die »Frau Bootsmann«, die es bei den Sanitäterinnen schon seit 25 Jahren gibt.

Die einstige Überlegung, Dienstgrade zu femininisieren, stieß auf doppelten Widerstand: Bei Sprachwissenschaftlern, weil »Frau Generalin« eine doppelte Verweiblichung bedeuten würde, bei den Soldaten, weil sie Komplikationen im Schriftverkehr befürchteten. In den Akten tauchen die Frauen, wenn überhaupt hervorgehoben, deshalb nur mit einem »w.« als Hinweis auf, etwa »Hauptmann (w.)«.

Ein häufiger Dienstgrad ist im Grunde sogar ein weiblicher: Der Feldwebel ist eigentlich ein »Feldweibel«, denn im Mittelalter waren es Frauen, die sich um die Belange der Truppe kümmerten. Erst später wurde aus dem »Feldweibel« der Feldwebel. Heute haben Frauen in der NATO auch die höchsten Dienstgradgruppen erreicht. So trägt »Generalarzt« Verena von Weymarn schon seit Mitte der neunziger Jahre Generalsgold.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(