Kommunalwahl SPD ist der Verlierer


Die SPD ist der Verlierer der Kommunalwahl in Thüringen. Die CDU bleibt mit 40,3 Prozent stärkste Partei und die PDS ist weiterhin zweitstärkste Kraft.

"Wir haben die Zustimmung vieler Wähler verloren", sagte SPD-Landeschef Christoph Matschie nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse. Nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmbezirke kam die SPD auf 15,5 Prozent. Sie verlor 8,9 Prozentpunkte im Vergleich zu 1999. Die CDU blieb mit 40,3 Prozent stärkste Partei und büßte gut 2 Punkte ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,5 Prozent - neues Rekordtief nach 58,3 Prozent vor fünf Jahren.

Die PDS legte um fast 7 Punkte zu und kam auf 24,7 Prozent. Die Grünen verbesserten sich leicht auf 3,9 Prozent, die FDP auf 4,9 Prozent. Wählervereinigungen verbuchten ein Plus von 2,3 Punkten und kamen auf 10,7 Prozent. Sie traten oft als Protestgruppen gegen überhöhte Kommunalabgaben auf. In Gera, Suhl und Jena verdrängte die PDS die CDU als stärkste Kraft in den Stadträten.

Die Thüringer entschieden über die Zusammensetzung von 17 Kreistagen, 6 Stadträten in kreisfreien Städten und 992 Gemeinderäten. Außerdem standen 812 ehrenamtliche und 8 hauptamtliche Bürgermeister zur Wahl. Vor fünf Jahren erreichte die CDU landesweit 42,4 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 24,4 Prozent, die PDS auf 17,9 Prozent. Die FDP erzielte 4,3 Prozent, die Grünen 2,5 Prozent. Initiativen und Wählervereinigungen holten damals 8,4 Prozent.

DPA DPA

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