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Deutsche Bahn Keine Maske – keine Bahnfahrt: Erste bundesweite Zugverbote für Maskenverweigerer

Links spricht ein weißhaariger Mann mit randloser Brille, rechts leuchten die Rücklichter einer U-Bahn in einem Bahnhof
Sehen Sie im Video: Bundespräsident von Österreich dankt Wienern per Ansage in der U-Bahn.




Mit einer Dankesbotschaft in Zeiten der Pandemie hat sich Österreichs Präsident direkt an Wiener U-Bahn-Passagiere gewandt. Alexander Van der Bellen griff am Mittwoch zum Mikrofon und sprach eine Ansage ein, die in Zügen und Stationen zu hören war, wie eine Sprecherin der städtischen Wiener Linien sagte.
"Liebe Fahrgäste, hier spricht Alexander Van der Bellen. Ich wollte mich heute einfach einmal bei Ihnen bedanken. Es ist ja derzeit alles nicht so einfach", sagte der 77-jährige Politiker. "Daher Danke – Danke fürs Masketragen, Danke fürs Abstandhalten, Danke fürs Aufeinanderschauen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag."
Der ehemalige Chef der Grünen ist bekannt dafür, dass er öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Im Vorjahr führte er seine Schweizer Amtskollegin Simonetta Sommaruga bei einem Besuch in Wien mit Straßenbahn und U-Bahn durch die Stadt.
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Die Deutsche Bahn macht von ihrem Hausrecht Gebrauch: Wer keinen Mund-Nasen-Schutz in der Bahn trägt, fliegt raus. Bei wiederholten Verstößen gibt es Zug- und Hausverbot für vorerst sechs Monate – nun sprach die Bahn die ersten Verbote aus.

Die Deutsche Bahn hat einem Bericht zufolge erste bundesweite Zugverbote gegen Maskenverweigerer verhängt. Die Bahn habe eine "niedrige zweistellige Zahl Beförderungsausschlüsse beziehungsweise Hausverbote verfügt", sagte eine Sprecherin der Zeitung "Welt am Sonntag". Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn angekündigt, solche Beförderungsausschlüsse auszusprechen, wenn Passagiere wiederholt ohne Maske in Zügen angetroffen werden.

Die Zugverbote gelten vorerst für ein halbes Jahr

Die nun verhängten Zugverbote gelten dem Bericht zufolge für sechs Monate und bedeuten, dass die Maskenverweigerer in dieser Zeit nicht mit der Bahn im Regional- oder Fernverkehr reisen oder einen Bahnhof betreten dürfen. Zwar sei ein solcher Beförderungsausschluss nur schwer zu kontrollieren, sollten Betroffene aber erwischt werden, kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstatten. Verstöße stellte die Bahn jedoch bislang nicht fest.

Verhängt wurden die Zugverbote dem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht. Einige der Betroffenen gehörten demnach Ende Dezember zu einer Gruppe von Corona-Leugnern, die sich bei Dresden in einem Regionalexpress dabei filmte, wie sie ohne Maske andere Passagiere belästigten. Das Video stellten sie im Anschluss ins Internet - Beweis genug für die Bahn, einen Beförderungsausschluss zu verfügen.

mkb AFP

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