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Elbphilharmonie: "Wunderschöner Hut für alten Quadratschädel"

Hamburg baut ein Wahrzeichen: Mitten im Hafen soll ein grandioses Konzerthaus entstehen, auf einem alten und eigentlich nicht sehr ansehnlichen Kaispeicher.

Die Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben den ersten Entwurf für den Konzertsaal in der geplanten Elbphilharmonie in Hamburg vorgestellt. Vor rund 600 Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik präsentierten die beiden am Dienstagabend den spektakulären Innenraum. "Wir möchten einen Raum ohne Hierarchie. Alle Plätze sollen möglichst gleichwertig sein", sagte de Meuron. Das Konzept einer Bühne im Mittelpunkt des Zuschauerraumes, das an die Berliner Philharmonie erinnert, solle weiterentwickelt und zugleich aufgelöst werden.

Konzertsaal für 2200 Besucher

Insgesamt sollen rund 2200 Besucher in dem Oval Platz haben. "Die unmittelbare Nähe zu den Musikern ist uns das Wichtigste", sagte de Meuron. Im Gegensatz zum Berliner Scharoun-Bau prägen jedoch nicht Winkel und Kanten den Zuschauerraum, sondern eher wellenartige Zuschauerränge. Nach Vorstellungen der Hamburger Kulturbehörde soll der Konzertsaal einmal zu den zehn besten der Welt gehören. Der Hamburger Senat will im Juli entscheiden, ob das Großprojekt realisiert wird.Das spektakuläre gläserne Gebäude auf dem Kaispeicher A in der Hamburger Hafencity soll nach ersten Berechnungen 196 Millionen Euro kosten, von denen die Stadt Hamburg rund ein Drittel - 65 Millionen Euro - tragen will, den Rest sollen Privatinvestoren und Sponsoren finanzieren.

DPA / DPA

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