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Hamburg: Der etwas andere Rundgang

Der etwas andere Rundgang über die "Sündige Meile": Ab August können Hamburg-Besucher an einer historischen "Hurentour" durch den Rotlicht-Bezirk in St. Pauli teilnehmen.

Eine "historische Hurentour" durch den Hamburger Rotlichtbezirk St. Pauli soll Touristen und Hanseaten mit der Geschichte der Prostitution vertraut machen. Premiere ist am 5. August um 20.00 Uhr vor der Davidwache. Ziel des zweistündigen Rundgangs mit der "Straßenhure Magdalena", die in der Dirnen-Tracht des 19. Jahrhunderts über die "sündige Meile" führt, ist die Gaststätte "Strandgut". "Hier gibt es zum Abschluss der Tour noch einen Hurenschnaps", sagte die 52-jährige Initiatorin.

Kein Thema "zu heiß"

Ihren richtigen Namen und den der zwei anderen "Gästeführerinnen", die sich alle "Magdalena" nennen, wollte sie nicht verraten. Ansonsten, sei ihr bei der Führung rund um die Reeperbahn kein Thema zu "heiß", betonte die 52-Jährige. Auch auf der "Hurentour" sei es für Frauen allerdings nicht möglich, die berühmte Bordellstraße "Herbertstraße" zu besichtigen.

5000 Prostituierte in Hamburg

Die Idee für die 25 Euro teure "Hurentour" wurde bei einem Besuch in London geboren, bei einer Führung zum Thema "Jack the Ripper", erklärte die Initiatorin. Recherchen im Staatsarchiv und verschiedene weitere Quellen hätten Interessantes zu Tage gebracht. So mussten die Dirnen früher eine bestimmte Art von Haube tragen, die sie zeitlebens kenntlich machte. Nicht einmal 200 Prostituierte habe es im 19. Jahrhundert auf St. Pauli gegeben, heute seien es mehr als 5000, schätzte "Magdalena". Bundesweit gingen täglich etwa eine Million Männer zu einigen hunderttausend Huren.

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