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Hannover-Kassel: Gesperrte ICE-Strecke: Bahn will Kunden Geld erstatten

Für viele Bahnfahrer ist die zweiwöchige Sperrung der ICE-Strecke Kassel-Hannover ein Albtraum. Die Deutsche Bahn kündigte nun an, sich kulant zeigen zu wollen.

Ein ICE-Zug fährt unter Strommasten entlang.

Bahnkunden sind alarmiert: Die ICE-Strecke Hannover-Kassel wird zwei Wochen lang komplett gesperrt.

Viele Kunden der Deutschen Bahn müssen sich ab Ende April auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die wichtige Schnellbahnstrecke Hannover-Kassel werde vom 23. April bis zum 8. Mai komplett gesperrt, erklärte das Unternehmen am Donnerstagabend und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Hintergrund ist eine umfangreiche Sanierung der Strecke. Während der zweiwöchigen Bauarbeiten wird es zu Verspätungen, Umleitungen und Zugausfällen kommen.

Nach Angaben der Bahn soll auf mehreren Abschnitten der Schnellbahnstrecke Hannover-Kassel mit einer Gesamtlänge von mehr als 30 Kilometern das Gleisbett saniert werden. Dabei sollen vier große Baumaschinen und vier Schotterpflüge parallel zum Einsatz kommen. Insgesamt werden den Angaben zufolge 130.000 Tonnen Schotter ausgetauscht.

Deutsche Bahn will sich kulant zeigen

Im Fernverkehr komme es zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu 60 Minuten, Umleitungen und vereinzelten Zugausfällen, hieß es in der Mitteilung der Bahn. Auch einzelne Linien im Nahverkehr seien von Ausfällen auf Teilabschnitten betroffen. Die Strecke ist fast 30 Jahre alt und viel befahren. Die Bahn muss nach eigenen Angaben den Schotter erneuern, um Geschwindigkeitsbegrenzungen vorzubeugen. 

Bisher habe das Unternehmen mit "betrieblichen Sofortmaßnahmen und punktuellen Ausbesserungen reagiert", erklärte das Eisenbahn-Bundesamt. Die nun ab Ende April geplante Sanierung solle den Schotteroberbau langfristig verbessern. Die Bahn bietet Reisenden während der Bauarbeiten Kulanzregelungen an. Unter anderem erhalten Inhaber von ICE- und IC-Zeitkarten im Abo eine Teilerstattung. Bereits erworbene Sparpreistickets und Reservierungen können kostenlos storniert werden. Außerdem wird für bisher gekaufte Sparpreistickets  die Zugbindung aufgehoben.


kis / AFP

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