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Pilotenstreik: Lufthansa streicht schon ab 13.30 Uhr erste Flüge

Der Streik der Lufthansa-Piloten beginnt um 17 Uhr, doch schon ab 13.30 Uhr müssen deshalb die ersten Flüge ausfallen - aus logistischen Gründen, so die Airline. Rund 200 Flüge werden betroffen sein.

Flugzeuge der Lufthansa bleiben am Frankfurter Flughafen heute am Boden. Grund ist der Streik der Piloten.

Flugzeuge der Lufthansa bleiben am Frankfurter Flughafen heute am Boden. Grund ist der Streik der Piloten.

Lufthansa-Passagiere müssen sich an diesem Freitag zum Start ins Wochenende und zum Ende der Ferienzeit auf Behinderungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Cockpit bestreikt zwischen 17 und 23 Uhr Kurz- und Mittelstreckenflüge, die vom größten deutschen Flughafen in Frankfurt/Main abfliegen. Die Lufthansa will mit einem Sonderflugplan das Schlimmste abfedern. Wer ab Frankfurt gebucht hat, sollte sich im Internet informieren.

Rund 25.000 Passagiere betroffen

Insgesamt sollen nach Angaben der Airline über 200 Flüge ausfallen. Rund 25.000 Passagiere dürften betroffen sein. Aus technischen Gründen müsste die Lufthansa schon ab 13.30 Uhr die ersten Flüge ab Frankfurt annullieren, um den Flugbetrieb nach Streikende wieder so schnell wie möglich normalisieren zu können.

Die Airline kritisierte die Streikankündigung scharf: Dies sei eine "besondere und nicht nachvollziehbare Zumutung", zumal dies das letzte Ferienwochenende in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sei. Der Streik treffe damit viele Familien auf der Heimreise aus dem Urlaub und Tausende von Geschäftsreisenden am Ende der Arbeitswoche. Cockpit schrecke nicht davor zurück", in der Hauptreisezeit zum Ferienende in den drei Bundesländern für ihre Interessen zu streiken.

Gewerkschaft erklärt sich "einigungsbereit"

Hintergrund des Streiks ist der seit längerem schwelende Tarifkonflikt. Dabei geht es um die Übergangsversorgung, die Lufthansa-Piloten in ihrem Vorruhestand erhalten. Die Gewerkschaft will in dem Tarifkonflikt größere Einschnitte bei den Vorruhestandsregelungen für die rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten verhindern. Sie erklärte, jederzeit "einigungsbereit" zu sein, um Streiks abzuwenden.

Erst am vergangenen Freitag hatte die Gewerkschaft den Billigflieger Germanwings sechs Stunden lang bestreikt. Dadurch waren 116 von 164 Flügen ausgefallen. Von den Ausfällen waren rund 15.000 Passagiere betroffen.

dho/DPA / DPA
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