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Transportflugzeug von Airbus: Rauch im Cockpit: Beluga muss in Hamburg notlanden

War es ein Kabelbrand? Ein Transportflieger von Airbus hat am Montag in Hamburg-Finkenwerder eine Sicherheitslandung absolviert. Die Crew erklärte die Luftnotlage und hatte die Feuerwehr am Boden alarmiert.

Beluga von Airbus

Eines von fünf Spezialflugzeugen auf der Basis eines Airbus A300: Die "Beluga" befördert große Bauteile wie Flügel und Rumpfsegmente zwischen den verschiedenen Produktionsstandorten in Europa. 

AFP

Alarm auf dem Airbus-Werksflughafen in Hamburg-Finkenwerder: Ein sich im Anflug befindliches Spezialflugzeug vom Typ Beluga hat am Montag die Luftnotlage erklärt. An Bord der ungewöhnlichen Maschine hatten die Piloten eine Brandmeldung erhalten und Rauch im Cockpit gesichtet.

Der Transportflieger befand sich auf einem Routineflug zwischen dem englischen Chester und Finkenwerder am Südufer der Elbe. Am Airbus-Standort in Großbritannien, der sich südwestlich von Manchester befindet, werden unter anderem Flugzeugflügel gefertigt, die per werkseigener Luftbrücke auch zum Werk Hamburg transportiert werden.

Wie das "Hamburger Abendblatt" schreibt, habe die Crew Rauch im Cockpit gemeldet. "Die Maschine ist gut und sicher gelandet", sagte ein Airbus-Sprecher. "Der Crew geht es gut". Das Spezialflugzeug konnte aus eigener Kraft zum Hangar rollen, ohne dass die Flughafenfeuerwehr eingreifen musste. "Nach ersten Erkenntnissen soll ein Kabelbrand im Cockpit den Rauch verursacht haben", heißt es auf der Website der Hamburger Tageszeitung.

Beluga-Nachfolger in Sicht

Bei der "Beluga" handelt es sich um eine Sonderanfertigung mit der Bezeichnung Airbus A300-600ST. Auf der Basis des ersten Airbus-Modells, der A300, wurden fünf Exemplare zu Transportfliegern für besonders großvolumige Lasten umgebaut. Mit 1400 Kubikmetern Frachtraum und einer  Nutzlast von knapp 50 Tonnen übertrifft das Ladevolumen sogar das der Konkurrenz, etwa der amerikanischen C-5 Galaxy von Lockheed und der ukrainischen Antonow An-124.

Die fünf Spezialflugzeuge der Beluga-Flotte. Rechts im Bild die Maschine Nummer 5, bei der sich der Zwischenfall ereignet hat.

Die fünf Spezialflugzeuge der Beluga-Flotte. Rechts im Bild die Maschine Nummer 5, bei der sich der Zwischenfall ereignet hat.

Zu erkennen ist die fensterlose Maschine an der markanten hohen "Stirn" und dem "tiefergelegten" Cockpit. Die 37 Meter langen Flugzeuge pendeln zwischen den verschiedenen Airbus-Standorten in Europa und sollen in den nächsten Jahren sukzessive durch ein Nachfolge-Modell abgelöst werden. Die erste Maschine auf Basis des neueren Airbus A330 wird BelugaXL genannt und hatte Anfang des Jahres 2018 ihr Rollout in Toulouse.

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tib

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