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Hotel-Mitarbeiter Zimmermädchen packt aus: Das sind die schlimmsten Gäste

Zimmermädchen packt aus
Gäste, die nicht grüßen oder nur halb bekleidet die Zimmertür öffnen: Das Servicepersonal in Hotels braucht starke Nerven. Ein Zimmermädchen macht nun klar, was sie von Urlaubern erwartet.

Hotelgäste können ganz schön anstrengend sein. Muffelig schleichen sie durch die Hotelflure, grüßen nicht, öffnen halb bekleidet die Zimmertür und meckern, wenn nicht alles zur absoluten Zufriedenheit passiert. Dass für das Wohl der Gäste auch nur Menschen zuständig sind, die auch mal Fehler machen können, scheint vielen Urlaubern nicht bewusst.

Im "Businessinsider" hat sich ein Zimmermädchen mal Luft gemacht, was sie an Hotelgästen nervig findet. Und gibt den Reisenden Tipps, wie sie sich Ärger ersparen können.

1. Finger weg von der Minibar

Die kleinen Kühlschränke, prall gefüllt mit alkoholischen Getränken und Snacks, gibt es zwar immer weniger (Wir berichteten: Das Ende der Minibar: Warum Hotels ihre Gäste trockenlegen). Der Service ist aufwendig, auch wenn er sich finanziell sicherlich lohnt. "Die Minibars in jedem Zimmer unseres Hotels enthalten mehr als 20 verschiedene Snacks und Getränke — und ich muss sie wieder auffüllen", so das Zimmermädchen zum "Businessinsider". Sie müsse für alle Zimmer die fehlenden Fläschchen einzeln ersetzen. Das kann bis zu drei Stunden dauern. Für das Servicepersonal ist das aufwendig, für Hotelgäste teuer. Besser: "Eigene Erfrischungen mitbringen".

2. Bitte freundlich sein

Kein "Hallo" auf dem Flur, kein Smalltalk, wenn Servicepersonal ins Zimmer kommt: Auch Hotelmitarbeiter freuen sich über ein nettes Wort, über einen Gruß oder etwas Geplauder. "Also behandelt uns bitte mit Respekt — es macht die Arbeit so viel angenehmer", fordert das Zimmermädchen in dem Artikel.

3. Keine durchgeknallten Extra-Würste

Das Zimmermädchen, das mit dem "Businessinsider" sprach, arbeitet in einem 5-Sterne-Haus. Klar, dass sich das Hotel bemüht, die besondere Wünsche der Gäste zu erfüllen. Champagner am Strand? Kein Problem! Einen Heiratsantrag organisieren? Na, logo! "Aber einen Charterflug nach Guam für morgen zu buchen, das geht nicht", so die Serviceangestellte.

4. Nutzt das "Bitte nicht stören"-Schild

Angestellte des Hotels müssen ein klares Prozedere einhalten, wenn sie ein Zimmer eines Hotelgastes betreten. Wütend zu werden, ist keine angemessene Reaktion, wenn ein Servicemitarbeiter die Mini-Bar auffüllen will oder noch schnell frische Handtücher ins Zimmer bringt. Wer Ruhe haben will, sollte das "Nicht stören"-Schild nutzen. Denn dann dürfen Hotelmitarbeiter nicht ins Zimmer. Nicht mal anklopfen ist erlaubt.

5. Nicht nach Promis fragen

In teuren Hotels steigen nicht nur Urlauber, sondern auch Prominente ab. Die Servicemitarbeiter auszuquetschen, welcher bekannte Gast sich im Haus aufhält, ist aber zwecklos. Meist wissen die Angestellten selbst nicht, wer gerade eingecheckt hat - so geheim ist die Anreise der Reichen und Schönen. Und auch wenn der Mitarbeiter es weiß: Sagen darf er nichts.

6. Unzufrieden? Dann ab zur Rezeption!

Einige Gäste nörgeln ständig über alles, andere schlucken wirkliche Fehltritte von Hotels kommentarlos runter - aber meckern später und hinterlassen schlechte Bewertungen im Netz. Besser: Fehler direkt ansprechen, rät die Serviceangestellte. Ob an der Rezeption oder als Nachricht im Zimmer - nur so könne das Hotel schnell auf Missstände reagieren.

kg

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