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Ägypten Unruhen sollen Urlauber nicht beunruhigen


Für die deutschen Urlauber in Ägypten gibt es nach Ansicht des Auswärtigen Amtes derzeit kein Grund zur Panik, sie sollen aber die großen Städte meiden. Für anstehende Reisen bieten die Veranstalter dennoch kostenlose Umbuchungen an.

Das Auswärtige Amt hat angesichts der Proteste in Ägypten seinen Reisehinweis aktualisiert und von Reisen in mehrere Städte des Landes abgeraten. Obwohl sich die Demonstrationen in Ägypten "nicht gegen Touristen" richteten, werde "von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez" abgeraten, hieß es in dem Hinweis vom Samstag.

In diesen Städten hatte es in den vergangenen Tagen gewaltsame Zusammenstöße bei Demonstrationen gegeben. Reisenden in Ägypten werde "dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen", heißt es in dem Reisehinweis.

Für den Notfall vorbereitet

Im Notfall könnten deutsche Urlauber laut Reiseverband schnell aus Ägypten herausgeholt werden. "Die Reiseveranstalter sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Wir könnten mit der gesamten Infrastruktur sofort reagieren", sagte Sprecher Torsten Schäfer. Die Reisebranche habe erst vor zwei Wochen im Fall Tunesien bewiesen, "dass wir sehr schnell reagieren". Im Moment sei aber noch gar nicht zu sehen, dass eine Rückholaktion aus Ägypten infrage komme.

Bisher gebe es keine Wünsche von Urlaubern, vorzeitig ausgeflogen zu werden. "Die Kunden sagen alle, sie kriegen davon nichts mit. Dort in den Badeorten am Roten Meer - in Scharm el Scheich, in Hurghada oder Marsa Alam - gibt es keine Demonstrationen und Auseinandersetzungen." Die Lage sei sehr ruhig und besonnen.

Kostenlose Umbuchung möglich

Das Unternehmen Rewe Touristik schloss sich der Einschätzung des Auswärtigen Amtes an. Die touristischen Zielgebiete seien von den aktuellen Unruhen nicht betroffen, erklärte das Unternehmen. Die zu Rewe gehörenden Reiseveranstalter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg hielten an ihren Programmen fest.

Abgesagt habe die Rewe Touristik aber Tagesausflüge nach Kairo bis einschließlich 4. Februar. Bei Nilkreuzfahrten würden geplante Anschlussaufenthalte in der Hauptstadt durch Anschlussaufenthalte am Roten Meer ersetzt. Trotz der Fortführung der Reisen bietet das Unternehmen seinen Kunden mit Anreisedatum bis einschließlich 3. Februar die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung an.

Der Reiseveranstalter Tui erklärte, seine Kunden mit Anreisedatum bis zum 3. Februar könnten kostenlos Reisen nach Kairo stornieren oder umbuchen. Für Reisen in andere Landesteile könne ebenfalls bis zum Anreisetag 3. Februar kostenlos umgebucht werden. Reisen ans Rote Meer fänden uneingeschränkt statt.

Bei Thomas Cook gilt die kostenlose Umbuchungsmöglichkeit für Abreisetermine bis einschließlich 2. Februar. Die Urlaubsziele am Roten Meer seien weiterhin nicht von den Demonstrationen betroffen: "Die dortigen Gäste verbringen einen sicheren Urlaub." Es gebe keinen Wunsch nach vorzeitigen Rückreisen nach Deutschland. Die Lage werde aber genau beobachtet. Zu Thomas Cook gehören auch die Marken Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Air Marin und Öger Tours.

AFP/DPA DPA

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