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Big Apple Greeter : Manhattan and more: Mit Insidern New York City entdecken

Wer könnte besser durch New York City führen als Einheimische aus dem eigenen Viertel? Ein neues Buch stellt die New Yorker Guides vor, die mit Rundgängen ihre neighborhood zeigen - mit Leidenschaft und kostenlos.

Von Thomas Joussen

Sich ein eigenes Bild von den verschiedenen Nachbarschaften in New York City machen: Dabei hilft der persönliche Rundgang mit einem Big Apple Greeter.

Sich ein eigenes Bild von den verschiedenen Nachbarschaften in New York City machen: Dabei hilft der persönliche Rundgang mit einem Big Apple Greeter.

Getty Images

Mit etwas mehr als 300 freiwilligen Mitarbeitern begrüßen die Big Apple Greeter Besucher aus aller Herren Länder in den Five Boroughs, den fünf Stadtteilen ihrer Stadt New York. Das Erstaunliche: Die meisten Besucher haben es zuvor nur nach Manhattan, mit etwas Glück noch nach Brooklyn geschafft. So erweitern die Greeter den meisten ihrer Gäste schon durch ihr breiteres Angebot den Horizont.

Es funktioniert ganz einfach: Die Besucher melden auf der Website der Big Apple Greeter ihre Wünsche bezüglich Ort, Zeit, Sprache und Interessenschwerpunkt an. Dann wird ihnen ihr Greeter bestätigt, der sie an einem markanten Punkt trifft, zumeist in der Lobby des Hotels, in dem die Gäste wohnen.

In etwa drei- bis vierstündigen Touren erleben sie dann an der Seite ihres ehrenamtlichen Begleiters den jeweiligen Stadtteil. Individuell, persönlich und durchmischt mit ganz viel Biografischem. Wer mag, kommt auch zu den klassischen Sehenswürdigkeiten; die eigentliche Idee ist aber, Orte zu entdecken, die man alleine kaum gefunden hätte. Man sieht New York so auch mit den Augen eines Einheimischen, erlebt die Stadt aus erster Hand und dadurch plötzlich völlig anders.

Das Buch "New York to go - Der Insider-City-Guide" stellt die Organisation und ihre Idee am Beispiel von 20 Spaziergängen mit ehrenamtlichen Greetern vor. Diese Menschen mit den unterschiedlichsten Biografien haben alle eines gemeinsam: Sie investieren sich unentgeltlich in ihrer Freizeit, um anderen Menschen zu begegnen und ihnen einen guten Start in New York zu schenken. Was sie antreibt, ist die Faszination, die die Mega-City New York auf sie selbst ausübt.

Es sind aber auch eine echte, warmherzige Gastfreundschaft und die Freude an der Begegnung mit anderen Menschen. Unsere 20 Greeter haben uns alle glaubhaft vermittelt, dass sie selbst bei den Spaziergängen mehr beschenkt werden als wir, die Menschen, mit denen sie ihre Zeit und ihre Erfahrungen teilen.

Übrigens: Die Bürgermeister von NYC finden das Konzept der Greeter so gut, dass sie die Arbeit seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützen, indem sie der Organisation Büroräume in der City Hall zur Verfügung stellen. Ein schönes Signal.

Es wäre großartig, wenn die im Buch skizzierten Berichte unserer Spaziergänge beim Lesen Vorfreude auslösen, Lust machen auf die außergewöhnliche Stadt und dazu animieren, einmal selbst New York mit einem New Yorker zu entdecken.

Im Gespräch auf den Straßen der Stadt könnte dann das entstehen, was die Idee der Big Apple Greeter so großartig macht: authentische persönliche Begegnungen und freundschaftliche Nähe zwischen Menschen, die sich eben noch nicht kannten.

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