HOME

Emirates: Rekordgewinn trotz hoher Kerosinpreise

Während US-Airlines mit veralteten Flotten und möglichen Fusionen ums Überleben kämpfen, meldet die in Dubai beheimatete Fluglinie Emirates zum zwanzigsten Mal in Folge einen Jahresgewinn und verkündet hochfliegende Pläne.

Im ablaufenden Geschäftsjahr, das am 31. März 2008 endete, wurde von der Emirates Group ein Gewinn in Höhe von 1,45 Milliarden US Dollar erzielt. Das entspricht einer Ergebnissteigerung von 54 Prozent. Auf der Pressekonferenz in Dubai sagte Sheikh Ahmed am Mittwoch: "Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Klimas, vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, in denen die Kerosinpreise rasant anstiegen, war es ein weiteres herausragendes Jahr für die Emirates Group. Die gestiegenen Treibstoffpreise konnten teilweise durch andere Betriebseinnahmen ausgeglichen werden".

Zum vierten Mal in Folge stellten die Treibstoffkosten mit 30,6 Prozent wieder den höchsten Posten der Betriebskosten dar. Im Vorjahr hatte der Anteil noch 29,1 Prozent betragen. Das eigene Fuel Risk Management Programm brachte dem Unternehmen 2007/2008 Einsparungen in Höhe von 242 Millionen US Dollar ein. Während des Geschäftsjahres wurden 7.000 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter 2.000 Flugbegleiter sowie 400 Piloten und Copiloten. Zum Stichtag am 31. März 2008 beschäftigte die Emirates Group 35.286 Mitarbeiter aus 145 Nationen.

Auch eine Flugverbindung eingestellt

Seit April 2007 hat Emirates Passagier- und Frachtdienste zu elf neuen Destinationen aufgenommen, darunter ihr erstes Ziel in Südamerika. Allerdings wurde die Nonstop-Verbindung von Hamburg nach New York eingestellt - ein Novum in der erfolgsverwöhnten 22-jährigen Geschichte der arabischen Airline. Auf der Dubai Air Show 2007 hat das Unternehmen die bisher größte Bestellung in der Geschichte der zivilen Luftfahrt im Wert von 34,9 Milliarden US Dollar nach Listenpreisen getätigt.

Mit elf neuen Flugzeugen aus der Boeing 777-Serie wuchs die Flotte auf 114 Jets im Berichtsjahr an, darunter zehn Frachtflugzeuge. Mit einem Durchschnittsalter von 67 Monaten betreibt Emirates eine der jüngsten Flotten weltweit. Emirates hat insgesamt 182 Jets im Wert von ungefähr 58 Milliarden US Dollar bei Airbus und Boeing bestellt, darunter 58 Großraum-Flugzeuge vom Typ Airbus A380.

In Deutschland wird der Expansionsdrang von Emirates, deren Maschinen bereits die Airports in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg anfliegen, begrenzt. Das Bundesverkehrsministerium hat der Airline die Wunschziele Berlin und Stuttgart verwehrt. Mit einer Genehmigung ist nicht vor dem Jahr 2011 beziehungsweise 2016 zu rechnen.

(tib)

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity