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Russian Airlines: Er wollte ein Haustier: Russe schmuggelt unter Drogen gesetzten Orang-Utan im Koffer

Sicherheitsbeamte an Flughäfen sind viel gewohnt. Bei diesem Fund dürften aber auch sie gestaunt haben: Ein Mann versuchte einen lebenden Orang-Utan im Koffer an Bord eines Flugzeugs zu bringen. Jetzt droht ihm Gefängnis.

Dieser Orang-Utan wurde aus dem Koffer befreit. Er wurde am Flughafen von der Tierschutz-Behörde abgeholt.

Dieser Orang-Utan wurde aus dem Koffer befreit. Er wurde am Flughafen von der Tierschutz-Behörde abgeholt.

Gefährliche Gegenstände, Sextoys, Drogen – Flughafen-Mitarbeiter sind an den Sicherheitskontrollen viel gewohnt (Hier finden Sie einen Artikel über die kuriosesten Funde). Das Sicherheitspersonal am Flughafen Denpasar auf Bali dürften gestern trotzdem nicht schlecht gestaunt haben. Als der Koffer der Russian Airlines durch den Scanner ging, entdeckten sie darin einen lebenden Orang-Utan. 

Der zweijährige Primat schlief im Koffer in einem Bastkorb eingepackt, berichtet der "Guardian". "Wir glauben, ihm wurden Allergie-Tabletten verabreicht, um ihn ruhig zu stellen", zitiert die Zeitung I Ketut Catur Marbawa, einen Beamten der örtlichen Tierschutz-Behörde. "Die Tablettendose lag neben ihm im Koffer." Außer dem Affen wurden noch zwei Geckos und fünf Eidechsen im Gepäck desselben Passagiers entdeckt.

3000 Dollar für einen Primaten

Der Besitzer des Koffers zeigte sich überrascht. Der 27-jährige russische Staatsbürger war als Tourist in Indonesien gewesen. Er gab an, ein bereits abgereister Freund habe ihm den Orang-Utan für 3000 US-Dollar auf einem Markt gekauft und ihm versichert, dass er ihn einfach ausführen könnte. Er wollte den Affen als Haustier behalten. Im Koffer waren auch Milchpulver, eine Trinkflasche und Decken gefunden worden.

Doch so leicht wie von seinem Freund dargestellt ist die Situation nicht. Orang-Utans gelten als hochgefährdet, es gibt nur noch 100.000 lebende Exemplare. Entsprechend hart sind die indonesischen Gesetze zum Umgang mit den Primaten: Der Schmuggler wurde noch vor Ort verhaftet, ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe von 7000 Dollar, erklärte Marbawa der Zeitung.

Die strengen Gesetze sind nötig, weil die Primaten in ihrer Heimat von Bauern oft verfolgt werden. Bauern sehen sie als eine Art Ungeziefer und jagen sie, in manchen Teilen Borneos werden sie auch gegessen. Zudem sind sie als Haustiere erstaunlich beliebt: Etwa zwei Tiere sollen pro Woche zu diesem Zweck aus ihrer Heimat herausgeschmuggelt werden.

Quelle: Guardian

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