Shopping Einkaufen rund um die Uhr


Überlebenswichtig für einen Aufenthalt im Stadtstaat am Äquator: Fünf Regeln für einen Shopping-Trip nach Singapur.
Von Helge Bendl

Regel Nummer Eins: Gleich nach der Ankunft in Richtung Suntec City aufbrechen, zur größten Mall des Stadtstaates. Dort kann man seine Kreditkarten in Hunderten von Geschäften schneller ziehen als die Cowboys in den Western, doch das muss zuerst noch warten. Denn mitten im Einkaufsgewimmel sprudelt die "Fountain of Wealth". Wer seinen Finger ins aus 14 Metern Höhe herabströmende Wasser hineinsteckt und anschließend drei Mal im Uhrzeigersinn um den größten Brunnen der Welt herumgeht, kommt zu Wohlstand. Wenn man fest daran glaubt, dann überlebt man die nächsten Tage ohne schlechtes Gewissen. Bis man, zurück in Deutschland, mit Blick auf den Kontoauszug feststellen muss, dass man beim Gang um den Brunnen wohl irgendetwas falsch gemacht hat.Regel Nummer Zwei: Einmal die Orchard Road kurz vor Sonnenuntergang erleben, am besten von einer sicheren Warte aus. Denn um diese Zeit scheint hier halb Singapur zu flanieren und man flüchtet gerne in die eisgekühlten Einkaufszentrum. Davon gibt es hier viele - im Grunde genommen besteht die Orchard Road fast ausschließlich aus Einkaufszentren, selbst in den Unterführungen locken die Läden. Designermarken aus Europa und Amerika sind manchmal billiger als zu Hause, aber nicht immer. Gleiches gilt für Elektronik - ein Preisvergleich lohnt sich. Wer für mehr als 100 Singapur-Dollar (etwa 50 Euro) in einem Laden einkauft, den Beleg aufbewahrt und die Waren ausführt bekommt am Flughafen die Mehrwertsteuer zurückerstattet (im Geschäft nach einem Formular für den Tax Refund fragen).

Exotisches Shoppen

Regel Nummer Drei: Singapurs Mode-Designer unterstützen. Sie haben es schwer, der Markt steckt noch in den Kinderschuhen. Dabei sind ihre Entwürfe zum Teil genial - und vor allem noch sehr preiswert. Eine Anlaufstelle ist das Paragon-Einkaufszentrum in der Orchard Road. In den Läden von "projectshop" (schicke Streetwear und praktische Taschen für Frauen und Männer) und "X2" (Hemden und Anzüge) ist man richtig, nebenan gibt es einige Läden für billige Schuhe. Nur dicke Wollpullis findet man nirgendwo.Regel Nummer Vier: In die Stadtviertel gehen und beim Shoppen die ethnischen Enklaven erleben. Chinatown besteht im Grunde genommen nur aus hunderten von kleinen Geschäften, in denen man Seide und Gewürze, Tee und Edelsteine, Essstäbchen und Stempel mit seinem Namen auf Mandarin kaufen kann. In der "Arab Street" bekommt man billige Sarongs - hier darf und soll man handeln. In Little India steigert sich die Exotik dann noch: Wer Buntes, Glitzerndes und Klackerndes liebt wird hier garantiert fündig. Hier kann man sich auch schnell und preiswert ein Kostüm, einen Anzug oder eine Lederjacke schneidern lassen. Regel Nummer Fünf: Niemals aufhören. Singapur nennt man nicht nur zufällig ein Shopping-Paradies. Nach dem Tüten-Füllen auf den Nachtmärkten ist folglich noch lange nicht Schluss. 625 Mitarbeiter kümmern sich im Mustafa Centre um Kauflustige, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Bei 100.000 Artikeln dürfte für jeden etwas dabei sein.


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