Taiwan-Tagebuch Teil 6 Die Taiwaner lassen sich von Pekings Drohungen nicht einschüchtern – doch viele haben einen Notfallplan

Vertreterin von Menschenrechts NGO demonstriert in Taiwan
Demonstranten protestieren in Taiwan Ende September gegen die Zusammenarbeit zwischen China und Russland angesichts des Krieges in der Ukraine sowie gegen Menschenrechtsverletzungen auf dem Gebiet der Volksrepublik China
© IMAGO/ZUMA Wire
Auch wenn die Drohungen aus Peking immer aggressiver werden, in Panik verfällt in Taiwan niemand. Doch über einen Plan B, haben sich viele schon einmal Gedanken gemacht. 
Antonia Märzhäuser

Wir sitzen im Schnellzug auf dem Weg von Taipeh nach Kaohsiung, als mein Übersetzer Hugo beginnt mir viele Fragen zu stellen. Was ich von Litauen halte? Ob es dort einfach sei, ein Unternehmen zu gründen? Einfacher als in Deutschland? Oder in Dänemark? Normalerweise bin ich diejenige, die ihn mit Fragen löchert: Angefangen über seine Erfahrungen beim Militär bis zu seinen kulinarischen Empfehlungen auf dem Night-Market. Hugo war selber lange Journalist in Taiwan. Er ist hier aufgewachsen, hat schon als Reiseleiter und Landwirt gearbeitet und gerade zieht er sein eigenes Gin-Unternehmen auf. Nebenbei hilft er ausländischen Journalisten wie mir. Ich brauche ein bisschen bis ich verstehe, was der Hintergrund seiner Fragen ist. 

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