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Vulkanismus auf Hawaii: Wo die Erde glüht und fließt

Der Kīlauea ist eine der aktivsten Vulkane der Erde. Unaufhörlich strömt 2000 Grad heiße Lava in Richtung Meer. Der Fotograf Tyler Hulett hat auf Big Island den erstarrenden Lavastrom in sensationellen Zeitrafferbildern festgehalten.

Flüssige Erde im Zeitraffer: an der Oberfläche erkaltet die Lava.

Flüssige Erde im Zeitraffer: an der Oberfläche erkaltet die Lava.

Seit drei Jahren dokumentiert der Filmemacher Tyler Hulett aus dem US-Bundesstaat Oregon Naturphänomene im Zeitrafferclips. Seinen jüngsten Beitrag hat er auf Big Island gedreht - das ist die südöstlichen Insel der Hawaii-Gruppe - und dann auf Vimeo hochgeladen.

Für seine Aufnahmen zum Video "Dawn of Fire" musste er am Kīlauea, einem der aktivsten Vulkane weltweit, zunächst mehr als acht Kilometer zu Fuß zurücklegen, um an der Flanke des 1247 Meter hohen Berges zu campieren und seine Kameras für den Dreh zu positionieren.

Dabei galt es, möglichst dicht an den glühenden Lavastrom des Puʻu-ʻŌʻō-Kraters zu kommen, jedoch aus Sicherheitsgründen nicht zu nah. Denn die bis zu 2000 Grad heißen Magmamassen, die sich bergab in Richtung Meer bewegen, erkalten an ihren Oberflächen und bewegen sich dadurch mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten fort, wie seine beschleunigten Bildfolgen dokumentieren.

Der Clip "Dawn of Fire" zeigt eindrücklich die wörtliche Bedeutung des Vulkannamens: Kīlauea heißt aus dem Hawaiianischen übersetzt so viel wie "spucken" oder "viel verbreiten" - so haben Sie Vulkanismus noch nie gesehen.

tib
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