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Arbeitskampf bei Lufthansa Flugbegleiter setzen Streiks am Dienstag fort


Fluggäste müssen sich erneut auf Flugausfälle einrichten. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am Sonntagabend weitere Streiks angekündigt. Offen bleibt, welche Flughäfen lahmgelegt werden.

Nach dem ersten Streik des Lufthansa-Kabinenpersonals am Freitag müssen sich Flugreisende kommende Woche auf ein noch größeres Chaos einstellen. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO kündigte am Sonntagabend an, ihren Arbeitskampf am Dienstag fortzusetzen und zugleich auszuweiten. Wann und wo gestreikt wird, war zunächst unklar.

Die UFO-Streikleitung beriet nach Gewerkschaftsangaben am Sonntagabend weiter darüber, wann und wo der Arbeitskampf am Dienstag stattfinden würde. Der genaue Beginn und die betroffenen Standorte von Aktionen würden mindestens sechs Stunden vorher bekanntgeben, hieß es in einer Mitteilung. Am Freitag hatte sich der Streik auf Frankfurt am Main beschränkt.

Millionenschaden für die Lufthansa

Der Ausstand am größten deutschen Flughafen hatte für Chaos gesorgt. Das Kabinenpersonal legte acht Stunden die Arbeit nieder. Zahlreiche Maschinen blieben am Boden, die Nacht zum Samstag mussten nach Angaben der Lufthansa etwa 350 Transitpassagiere auf Feldbetten am Flughafen verbringen. Auch am Samstag fielen als Nachwirkung des Streiks noch rund 18 In- und Auslandsflüge aus. Am Sonntag hatte sich die Lage hingegen wieder normalisiert, wie ein Lufthansa-Sprecher sagte. Das Unternehmen rechnet infolge des Streiks mit einem Millionenschaden.

Der Arbeitskampf werde fortgesetzt, weil die Lufthansa nach dem Streik am Flughafen Frankfurt "keinerlei Signal" an UFO gegeben habe, begründete UFO am Sonntagabend die Entscheidung der Streikleitung. Die Flugbegleitergewerkschaft hatte am vergangenen Dienstag die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals angekündigt. Knackpunkte sind die Themen Leiharbeit und Auslagerung von Arbeitsplätzen.

Die Gewerkschaft rechnete nach eigenen Angaben mit einem erheblichen Chaos aufgrund des bevorstehenden Streiks. "Da wir am Freitag erlebt haben, dass die Lufthansa ihre Möglichkeiten über- und die Streikbeteiligung unterschätzt hat, geschweige denn in der Lage war, den Sonderflugplan aufrecht zu erhalten, steht zu vermuten, dass dies am kommenden Dienstag auch nicht klappen dürfte", erklärte UFO.

tib/AFP/DPA DPA

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