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Ski-Marathon: 168 Stunden Skifahren nonstop

Sieben Tage und sieben Nächte: Eine ganze Woche lang Skifahren, das wollen die Teilnehmer des Dalbello-Ski-Marathons. Traum oder Alptraum?

Den ganzen Tag auf Brettern die Pisten herunter sausen. Gewöhnlichen Wintersport-Fans reicht das, um abends müde aber glücklich den langen Tag bei einer Apres-Ski-Party ausklingen zu lassen. Schließlich muss Energie getankt werden für die Schneehänge am nächsten morgen.

Traum oder Alptraum

Ski-Verrückten geht das anscheinend nicht weit genug. Bei dem diesjährigen Ski-Marathon im Tiroler Brixental schnallen sich Skifahrer und Snowboarder für ganze sieben Tage und sieben Nächte die Skier an und brettern 168 Stunden nonstop die Hänge runter, ohne zu schlafen und nur mit einer kleinen Pause zwischendurch.Bereits im Vorjahr haben sich zwei Teilnehmer ein irrsinniges Duell auf Pisten geliefert. Sie fuhren 130 Stunden nonstop. Geht es nach den Veranstaltern des Dalbello-Ski-Marathons 2003, soll in diesem Jahr ein neuer Dauer-Weltrekord erzielt werden. 38 Stunden Ausdauer-Abfahrt werden auf die Vorjahreszeit drauf gelegt.Pech für den Titelverteidiger und österreichischen Lokalmatador Thomas Seiwald, der sich im Vorfeld beim Gletschertraining verletzte und darauf verzichten muss, seine eigene Zeit anzugreifen. Seinen Konkurrenten drückt er dennoch die Daumen und kündigt schon mal das Comeback für 2004 an.

WM im Dauerfahren

Für den internationalen Flaire sollen in diesem Jahr besonders Ausdauer-Sportler aus dem Ausland sorgen. Es werden Länder wie Italien und Polen vertreten sein und laut Organisation wurde mit Extremsportler aus Kanada und den USA verhandelt.Tempo gemach wird auf insgesamt 250 Pistenkilometern in den Kitzbühler Alpen, wobei sich jeder Läufer seine eigenen Lieblings-Pisten frei wählen kann. Lediglich die Nachtpisten und die Strecken der täglichen Sonderprüfungen, bei denen der Gesamtsieger ermittelt wird, sind im Voraus festgelegt. Und nur bei diesen Sonderprüfungen kann der Abfahrtsspezialist Punkte sammeln: Täglich haben die Fahrer je zwei Riesentouren zu absolvieren. Wer nach sieben Tagen die beste Gesamtzahl hat, ist Marathonsieger 2003.

Weltrekordversuch zum Abschluss

Getopt werden soll das Ski-Highlight während des Zieleinlaufs am siebten Tag der Veranstaltung. Der längste Fackellauf auf Skier, die Bestmarke steht bei 1434 Fackelläufern, soll erneut verbessert werden.Der Ski-Marathon findet vom 10. bis 17. Januar 2003 im Skigebiet Wilder Kaiser im Brixental statt.(Weitere Informationen unter www.skiwelt.at)

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